NACH THOR-STEINAR-DEMO

Video überführt rechte Flaschenwerfer in Neubrandenburg

Nach einer Demo gegen den Thor-Steinar-Laden in Neubrandenburg flog eine Flasche in Richtung des Vereinsvorsitzenden von QueerNB. Die Polizei hat nun zwei Tatverdächtige des mutmaßlich homophoben Angriffs ermittelt. Demnach gehören sie zur rechten Szene.
Der Verein QueerNB beteiligte sich im März vor dem Angriff an einer Demonstration, bei der rund 200 Menschen gegen ein Be
Der Verein QueerNB beteiligte sich im März vor dem Angriff an einer Demonstration, bei der rund 200 Menschen gegen ein Bekleidungsgeschäft demonstrierten. Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

Gut fünf Monate nach einem mutmaßlich homophoben Angriff auf den Vorsitzenden des Neubrandenburger Vereins QueerNB, Marcel Spittel, hat die Polizei die Ermittlungen gegen zwei Tatverdächtige abgeschlossen. Der Sachverhalt sei an die Staatsanwaltschaft übergeben worden, teilte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg dem Nordkurier am Mittwoch auf Anfrage mit. Bei den Tatverdächtigen handele es sich um zwei Männer aus Neubrandenburg im Alter von 22 und 30 Jahren. Beide seien der rechten Szene zuzuordnen und wegen verschiedener Delikte polizeibekannt.

Nach Angaben der Sprecherin hatten sich beide Männer im Umfeld einer Demonstration bewegt, bei der am 23. März in Neubrandenburg 200 Menschen für die Schließung eines Bekleidungsgeschäfts demonstriert hatten, das Mode der in der rechten Szene beliebten Marke Thor Steinar führt. An dem Marsch, der vor dem umstrittenen Geschäft in der Stargarder Straße endete, hatten sich auch Spittel sowie weitere Vereinsmitglieder beteiligt. Dabei trugen sie eine Regenbogenfahne bei sich – ein Symbol für die Vielfalt sexueller Identitäten sowie Orientierungen, für die sich der Verein einsetzt.

Einer der Männer ist bereits geständig

Die Demonstration verlief friedlich, nach Ende der Veranstaltung machte sich der Vereinsvorsitzende mit der Fahne unter dem Arm auf den Heimweg. Am Bahnhof fielen ihm zwei Männer auf, die ihn taxierten und verfolgten. Als sich der junge Mann schnell in seine nahe gelegene Wohnung flüchtete, flog eine Flasche in seine Richtung, die ihn nur knapp verfehlte. Wegen des mutmaßlich homophoben Hintergrunds hatte der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Der Fall hatte auch für Schlagzeilen gesorgt, weil dem Geschädigten über den Notruf von der Einsatzleitstelle der Neubrandenburger Polizei mitgeteilt wurde, dass momentan kein freier Wagen zur Verfügung stehen würde. Der Mann rief daraufhin bei der Bundespolizei an. Die Neubrandenburger Polizei entschuldigte sich später dafür.

Überwachungskamera im Bahnhofs-Shop

Wie die Polizeisprecherin sagte, wurden die nun abgeschlossenen Ermittlungen zusammen mit der Bundespolizei geführt. Die beiden Tatverdächtigen konnten unter anderem durch Bilder einer Überwachungskamera identifiziert werden. Wie der Nordkurier erfuhr, waren die beiden Männer dabei aufgenommen worden, wie sie in einem Shop am Bahnhof Bier kauften. Eine der Flaschen sollen sie dann in Richtung des Opfers geworfen haben.

Laut Polizei ist einer der Verdächtigen geständig. Der Betroffene hatte gleich nach der Tat vermutet, dass diese im Zusammenhang mit der vorangegangenen Demonstration steht. Er zeigte sich erleichtert darüber, dass die Tat wenige Tage vor dem Neubrandenburger Christopher Street Day (CSD) am Wochenende mutmaßlich aufgeklärt werden konnte. Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg entscheidet nun, ob Anklage gegen die beiden Männer erhoben wird.

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Kommentare (14)

Das war von Anfang an klar. Einige rechte Trolle haben natürlich gleich gewettert, dass es erfunden sei.
Wir sollten nicht überreagieren, aber eine saftige Strafe wird hoffentlich folgen...

raus richtig so
man sollte alle lebenslang einsperren danach sicherungsverwahrung und sie müssen sich umschulen lassen zu linksradikalen gutmenschen:-):-)

... den Flaschenwerfer auf dem Marktplatz? Opfer oder doch Täter? Oder schaut man bei den linken Trollen weg? Hätte hierzu auch eine Info.

Selbstverständlich gleiches Recht für alle. Flaschenwurf ist Flaschenwurf...

ist immer das schlechteste Mittel

natürlich diese Nachricht. Nun ist es ja auch bald geschafft. Dann kann sich der verhinderte Wessi-Student über den ersten Förderbescheid für seinen Kreuzzug gegen rächts freuen. Man muss sich nur lange genug zum Deppen machen in D dann rollt der Rubel schon.

komma ma klar Mäuschen, nicht alles was euch rechten/afd Faschos passt ist eine Demo gegen...warum auch immer "rächts", nenns doch rechts. Denn des isses was ihr seid. Nazis, versteckt euch doch nicht hinter ner Partei mit 3 Buchstaben, ihr seid Nazis, verfassungsverächtende Faschos, gebt euch noch so viel Synonyme wie ihr mögt...ihr werdet immer erkannt werden!

Es gibt wohl 30 Leute, die möchten den Laden nicht haben , kein Grund Flaschen zu werfen. Es gibt aber auch 59000 Menschen, die finden den Laden ok oder haben nichts dagegen . Ich finde es wird höchste Zeit den Laden auch mal mit einer Demo zu unterstützen oder es zumindest deutlich zu sagen !!

dann macht doch mal! Warum sieht man euch Nazis denn nicht euer Faschotum in die Straßen tragen? Geht doch mal raus "Heil Hitler" brüllend und kommt klar mit der Reaktion?

nur stellt sich niemand. Schade aber auch, insbesondere von Linken hätte ich nämlich ausnahmsweise mal ein gerades Auftreten ohne illegale Vermummung erwartet - mit Mumm, zu seiner politischen Einstellung stehend. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, der linke Pöbel kann nur gemeinsam auf Demos wirres Zeug nachplappern, um danach alles zu vergessen und zu tolerieren. Wenn der Fokus der Medien aber wieder zunimmt...

meinst also die Öffentlichkeit ist so hart links gerichtet, weil viele gegen euren dummen Faschoscheiss demonstrieren und wir im Zweifel mehl Leute auf die Straße, für Gegendemos, kriegen als ihr?
Tolles Verstädnis für Demokratie....ach nee, des mögt ihr ja gar nicht...lieber ne faschistoide Diktatur..müsst ihr Deppen halt nicht versuchen zu denken...übernimmt halt iein Spacken für euch.......Scheisse seid ihr Dumm!

Sie meinten doch, man müsse sich der Reaktion (in) der Öffentlichkeit stellen, sollte man ''Heil Hitler!'' rufen. Ich habe bis dato auf keiner Demonstration, nicht einmal von der NPD, eine Mehrheit gehört, die ''Heil Hitler!'' ruft und wenn, dann von Einzelpersonen, genauso wie der ''Saluto romano''. Stichwort Demonstrationen: Erstens, was meinen Sie mit ''ihr''? Ich gehe auf keine Demos, bekomme aber mit, wenn man sich der aktuellen Debatte um Burg Stargard bewusst ist, dass die Linke massiv an Stimmen verliert. Wenn im Raum Demmin (wo man sich mit SPD und Grünen schon auf kommunaler Ebene verbüden musste), Burg Stargard, Woldegk etc. die Linke über 10% hinter der AfD (rechtsextrem) liegt, dann scheinen dortige Demonstrationen, meinetwegen auch mit der 10mal größeren Anzahl Gegendemonstranten, wenig zu bringen. Es reicht eben nicht, mit Leuten (Studenten) aus Berlin, Rostock, Neubrandenburg, Greifswald etc. aufzutauchen, das bringt der lokalen Bevölkerung und Situation wenig. Die Linke und CDU haben es massivst verpennt, die Probleme, die nach der Wende aufkamen, richtig anzugehen. Die Leute wachen endlich auf und das ist auch gut so. Für die Anarchie.

Das wird Hayas, und Simklabim sowieso nicht begreifen.
Die können nichts als Beleidigenden Dünnschiss von sich geben, diese Anonymos.

Ignorieren sie diese Typen einfach. Ist besser für Ihre Nerven. Glaben sie mir! Wenn die Parolen von den bunten Flyern, nicht mehr passen, werden die persönlich. IMMER! Ist immer das gleiche Karo-einfach.