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Geringe Aufklärungsquote

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Viele Keller-Einbrüche sorgen die Neubrandenburger

Um hier einzubrechen, ist kriminelle Energie vonnöten – doch daran mangelt es den Tätern der vergangenen Wochen nicht. 
Um hier einzubrechen, ist kriminelle Energie vonnöten – doch daran mangelt es den Tätern der vergangenen Wochen nicht.
© Rainer Fuhrmann - Fotolia.com

In den vergangenen Wochen wurden die Kellerräume in Neubrandenburg gleich mehrfach zum Schauplatz dreister Diebestouren. Die Täter gehen dabei immer ähnlich vor.

Eine Serie von Kellereinbrüchen hält derzeit die Neubrandenburger Polizei in Atem. Seit dem 1. September sind 80 Keller in der Stadt gewaltsam aufgebrochen worden, berichtet Polizei-Sprecherin Diana Mehlberg. Allein im Reitbahnviertel wurden 25 Einbrüche gemeldet, weitere Vorfälle gab es im Vogelviertel, auf dem Datzeberg, in der Ihlenfelder Vorstadt und in der Oststadt.

Die dreisten Diebe haben es nach Angaben der Polizei meist auf Fahrräder, Elektrogeräte und Gegenstände des häuslichen Bedarfs wie Lebensmittel abgesehen. Auch wertvolle Sammlerstücke, wie die Wrestling-Figuren der Familie Schuffenhauer in der Heidenstraße konnten die Einbrecher bereits erbeuten.

Aufklärungsquote lag 2017 bei 6,7 Prozent

Besonders bitter: Die Chance, dass die Polizei die Täter fasst, ist verschwindend gering. 2017 lag die Aufklärungsquote bei lediglich 6,7 Prozent, da oft wichtige Anhaltspunkte zur Ergreifung des Kellerdiebs fehlen würden, so die Neubrandenburger Polizei. „Die Täter hinterlassen kaum Spuren, und da die Einbrüche nachts erfolgen, gibt es nur in den seltensten Fällen Zeugen, die etwas beobachtet haben“, erklärt Diana Mehlberg.

Zum Teil ähnele sich die Vorgehensweise der Diebe, die sich meist über die Eingangstüren an der Rückseite der Wohnblöcke und die Brandschutztüren Zugang zu den Kellerräumen verschaffen würden. Ob es sich bei den Einbrechern aber tatsächlich um Serientäter handelt, könne die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Gesundes Misstrauen angesagt

Die Beamten warnen ausdrücklich davor, sich selbst in den Keller zu schleichen, um die Täter dingfest zu machen. Es sei umso wichtiger, dass Anwohner sofort die Polizei verständigen, wenn sie laute Geräusche hören oder eine verdächtig wirkende Person wahrnehmen. Zudem könne ein gesundes Maß an Misstrauen nicht schaden. „Wenn es an der Eingangstür klingelt, sollte man nicht sofort den elektrischen Türöffner bestätigen, sondern sich vorher über die Sprechanlage vergewissern, wer da überhaupt ins Haus möchte“, weiß Diana Mehlberg.