EIGENINITIATIVE IN DER OSTSTADT

Vier Mädels verschönern ihr Wohnviertel

Nicht nur meckern, auch machen: Junge Frauen aus der Oststadt gehen mit gutem Beispiel voran.
Dana Markert, Laura Pagel, Sabrina Kaufmann und Jennifer Laabs (von links) meckern nicht nur, sie nehmen die Erfüllung ihres Wunsches selbst in die Hand.
Dana Markert, Laura Pagel, Sabrina Kaufmann und Jennifer Laabs (von links) meckern nicht nur, sie nehmen die Erfüllung ihres Wunsches selbst in die Hand. Ingmar Nehls
Neubrandenburg.

Pinselstrich um Pinselstrich wird der Wunsch der vier Mädels Wirklichkeit. Dana Markert, Laura Pagel, Sabrina Kaufmann und Jennifer Laabs treffen sich regelmäßig auf der Steinwiese. So nennen die Oststädter eine Grünfläche zwischen Neuem Friedhof und Birkengrund hinter der Otto-Lilienthal-Straße. Viele junge Leute gehen zu dem beliebten Feierabend-Revier, weil sie gleich um die Ecke wohnen und es dort schön sonnig ist. Was dem Treffpunkt aber fehlt, sind Bänke. „Es gibt kaum welche und die, die dort stehen, kann man nicht zusammenstellen“, sagt Sabrina Kaufmann.

Sie gehört zu einer Gruppe von Schülern, die sich Gedanken über ihr Wohnviertel gemacht haben, mit Fotoapparat durch die Oststadt gezogen sind und ihre Wünsche so aufgearbeitet haben, dass sie der Stadtverwaltung vorgestellt werden konnten. Hilfe bekamen sie von der Beteiligungswerkstatt des BUND. Diese Bürgerbeteiligung hat Wirkung gezeigt, denn Dana Markert, Laura Pagel, Sabrina Kaufmann und Jennifer Laabs haben mit Hilfe der Mobilen Jugendarbeit der Caritas alte Bänke, neue Holzlatten und knallige Lackfarbe organisiert. „Das sieht Bombe aus“, sagt Dana Markert und taucht den Pinsel in die pinke Farbe. Die Mädels haben gelernt, dass es nichts bringt, nur zu meckern. Sie haben sich gekümmert, ihren Wunsch vernünftig dort vorgetragen, wo man helfen kann und nun packen sie selbst an. In den kommenden Tagen sollen die bunten Bänke aufgestellt und mit einem kleinen Grillfest eingeweiht werden.

Die Mädels hoffen, dass ihre Freude über die Bänke nicht durch Vandalismus getrübt werden. „Rechnen muss man damit immer“, sagt Sabrina Kaufmann. Vielleicht spricht es sich aber auch herum, wie viel Arbeit die vier Schülerinnen in die Bänke reingesteckt haben. Das erfolgreiche Beteiligungsprojekt hat die Jugendlichen dazu ermutigt, sich weiter zu Wort zu melden, sagen sie stolz.

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