UNSERE VIER TORE: FRIEDLÄNDER TOR

Voller Liebe, was einst so wehrhaft war

Die Wahrzeichen der Stadt Neubrandenburg sind bis zu 700 Jahre alt - und doch zeitgemäß mit Leben erfüllt. In einer kleinen Serie gehen wir der Frage nach, wer oder was heute Hüsung hat in den vier Toren. Im ältesten von ihnen zum Beispiel gibt’s was zum Schmachten und was mit Schmackes, den schönsten Keller der Stadt und ein Geheimrezept.
Das Friedländer Tor ist das älteste der vier Neubrandenburger Stadttore.
Das Friedländer Tor ist das älteste der vier Neubrandenburger Stadttore. Susanne Schulz
Rotes Pflaster zwischen Zingel und Vortor zeigt, wo sich einst noch weitere Befestigungsanlagen befanden.
Rotes Pflaster zwischen Zingel und Vortor zeigt, wo sich einst noch weitere Befestigungsanlagen befanden. Susanne Schulz
Andreas Beck leitet das Standesamt im Friedländer Tor.
Andreas Beck leitet das Standesamt im Friedländer Tor. Susanne Schulz
Im Torwärterhaus kann man lecker speisen und im Zollhaus den Bund fürs Leben schließen.
Im Torwärterhaus kann man lecker speisen und im Zollhaus den Bund fürs Leben schließen. Susanne Schulz

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Neubrandenburg.

Hier liegt Liebe in der Luft - ausgerechnet in einem Bauwerk, das von kriegerischen Zeiten zeugt. Vorbei an einem halbrunden, vier Meter dicken Gemäuer mit Schießscharten; hindurch unter Toren, aus deren Aussparungen einst Fallgatter hernieder sausten, flanieren Spaziergänger am Friedländer Tor in...

Das älteste der vier Stadttore

Das Friedländer Tor ist das älteste der vier Stadttore Neubrandenburgs. Seinen Namen verdankt es der Straße in nordöstlicher Richtung in beziehungsweise aus Richtung Friedland - heute die Bundesstraße 104, die teils identisch ist mit der B 96 und später in die B 197 übergeht.

Die nahezu 90 Meter lange Torburg ist Teil der mittelalterlichen Wehranlage Neubrandenburgs, die im 13. Jahrhundert zunächst aus hölzernen Palisaden bestand. Baufugen in den Zwingermauern zeugen davon, dass dahinter zunächst stadtseitig das steinerne Haupttor entstand, dann erst die Palisaden abgerissen und Vortor sowie Zingel errichtet wurden.

Am Haupttor, das um 1300 erbaut wurde, ist der Übergang vom spätromanischen zum gotischen Baustil sichtbar. 1328 entstand das Vortor, das durch besagte Mauern mit dem Haupttor verbunden ist. Aus dem 15. Jahrhundert stammt der vorgelagerte Zingel als Verteidigungs- und Schützenbastion. Der Verlauf der Mauern, die ihn einst mit der übrigen Anlage verbanden, wird heute durch rote Pflasterung nachgebildet.   

Eine Gedenktafel im Zwinger des Tores erinnert an das Blutbad im Dreißigjährigen Krieg, als das Tor von den Truppen des kaiserlichen Generals Tilly erstürmt wurde. Erst im 18. Jahrhundert entstanden als Zollhaus sowie Tor- und Zingelwärterhaus die Fachwerkbauten, die in den 1970er Jahren rekonstruiert wurden. Sie beherbergen heute das Standesamt der Stadt Neubrandenburg sowie das Torcafé.

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