Unsere Themenseiten

A20-Zubringer

:

Vollsperrung schneidet zwei Dörfer völlig ab

Vollsperrung ist angesagt ab Montag zwischen Warlin und Sadelkow.
Vollsperrung ist angesagt ab Montag zwischen Warlin und Sadelkow.
Gebriel Kords

Die Bundesstraße zwischen Neubrandenburg und Sadelkow wird gesperrt. Wer auf Bus oder Auto angewiesen ist, hat schlechte Karten. Das gilt auch für alle, die zur A20 wollen.

Für drei Wochen wird ab Montag die B 197 zwischen Warlin und Sadelkow voll gesperrt. Grund sind Straßenbauarbeiten in diesem Bereich. Auch alle Autobahnrampen sollen erneuert werden. Die offizielle Umleitung verläuft von Friedland – Woldegk – Sponholz – nach Neubrandenburg.

Mit der Baustelle sind Probleme verbunden. Genau zwischen Warlin und Sadelkow liegt Glienke. „Es ist scheinbar nicht mehr möglich, mit dem Bus nach Neubrandenburg oder Friedland zu kommen, da diese Linie komplett eingestellt werden soll. Wie soll man seine Termine, die man weit im Voraus machen musste, erreichen?“ Ortsvorsteher Eckhard Dahlke findet, dass die Terminangaben im Schreiben an die Anwohner missverständlich seien. So habe es zunächst geheißen, dass die Vollsperrung bis zum 31. und nicht nur bis 5. August dauern sollte. Ist es außerdem wirklich so, dass die gesamte Anschlussstelle Neubrandenburg-Ost nebst Abfahrt Glienke für diesen Zeitraum tabu ist? Und muss bis zum Ende voll gesperrt werden? Laut Information bleibe noch eine Woche länger gesperrt, obwohl die Asphaltarbeiten längst fertig sein sollen.

In den Morgenstunden gibt es einen Rufbus

Tom Arenhövel vom Straßenbauamt bedauert, dass sich in der ersten Anliegerinformation ein Fehler eingeschlichen hatte. Er betont, dass die geplante Vollsperrung weiterhin drei Wochen, also bis 5. August, dauern soll. Dass die Vollsperrung – die über den Zeitraum auch für die gesamte Autobahn-Anschlussstelle gilt – länger als die Asphaltarbeiten dauert, resultiere aus einer eventuellen Bauzeitverzögerung wegen Witterung, technischer Probleme und kompakter Abarbeitung der Restleitungen.

Hinsichtlich des Buslinienverkehrs ist allerdings mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen, wie Marcel Bülow, Verkehrsleiter bei der Mecklenburg-Vorpommerschen-Verkehrsgesellschaft (MVVG), einräumt. Die Orte Sadelkow und Glienke könnten während der Vollsperrung nicht bedient werden. Alle Busse fielen weg.

Kompromiss für Warlin

Ein Kompromiss konnte für Warlin gefunden werden. Es gibt morgens einen Rufbus. Wer um 6.25 Uhr,
7.25 Uhr oder 8.25 Uhr nach Neubrandenburg will, solle sich melden, so Bülow. Der Bus, der über Neverin fährt, komme über Neuenkirchen nach Warlin. Auch nachmittags – 14.10  Uhr, 15.45 Uhr und 17.15 Uhr – müssten sich Fahrgäste beim Busfahrer melden, der dann einen Schlenker über Warlin machte. Solche Kompromisse seien für Sadelkow oder Glienke nicht möglich.

Tom Arenhövel zufolge soll den Glienkern zu jeder Zeit indes die Aus- und Einfahrt zum Dorf gewährleistet werden: Von Warlin Richtung Sadelkow würden die Asphaltarbeiten voranschreiten. Wenn diese Arbeiten zwischen Warlin und Glienke seien, müssten die Glienker über Friedland nach Neubrandenburg. Wenn die Arbeiten zwischen Glienke und Sadelkow geplant seien, gebe es freie Fahrt nach Neubrandenburg, nur dann eben nicht direkt nach Friedland.