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Von den Himalaja-Gletschern unterwegs zur Südseeinsel Neupommern

Ein Symbol Australiens, der Ayers Rock oder Uluru, wie er in der Sprache der Ureinwohner heißt. Das Ehepaar Achterberg stellt ihn und andere Sehenswürdigkeiten des Kontinents vor. [KT_CREDIT] FOTO: privat

VonKarl-Heinz EngelFerne Länder, fremde Länder. Die Weltenbummler Elke und Volker Achterberg haben außer der Antarktis alle Erdteile bereist. Heute beginnt ...

VonKarl-Heinz Engel

Ferne Länder, fremde Länder. Die Weltenbummler Elke und Volker Achterberg haben außer der Antarktis alle Erdteile bereist. Heute beginnt das Ehepaar mit einer Vortragsreihe.

Neubrandenburg.Das muss man erst einmal hinbekommen als zivilisationsverwöhnter Mitteleuropäer: Eisgipfel des Himalaja erklimmen oder sich mit Machete, Pfeil und Bogen den Weg durch den Dschungel von Papua-Neuguinea bahnen. Die Irrfahrt auf einem Salzsee in der menschenleeren Kalahari zu einem guten Ende zu führen ebenso. Elke und Volker Achterberg haben diese und andere Wagnisse gemeistert. Die beiden Neubrandenburger können sich mit Fug und Recht Globetrotter nennen. Das Ehepaar hat auf meist monatelangen Safaris 37 Länder auf sechs Erdteilen erkundet. Nur in der Antarktis waren sie noch nicht. In die Fremde zog es die beiden Elektronikingenieure schon zu DDR-Zeiten. Ihr Reisehunger ließ sich jedoch nur in beschränktem Maß, auf dem Balkan und in Osteuropa also, stillen. Das änderte sich 1990. Ab ging’s in die weite Welt. Als Achterbergs 2005 Ruheständler wurden, gewann das Pendeln zwischen den Meridianen eine neue Dimension. „Wir waren die meiste Zeit des Jahres unterwegs. Nach Hause kamen wir nur, um die nächste Reise vorzubereiten“, berichtet Volker Achterberg. Die Metropolen der Welt interessierten die zwei dabei nur am Rande. Ihr Interesse galt den Naturreservaten und den Menschen, die in ihnen leben.
Achterbergs Statistik verzeichnet nicht nur 37 Länder, sie haben auch 37 Gipfel mit mehr als 4000 Meter Höhe, darunter ein majestätischer Felsgrat von 6500 Meter in Pakistan, erobert. „Wir sind in Gletscherspalten gestürzt, hatten uns gefährlicher Tiere zu erwehren und haben uns manche Blessur eingehandelt. Am Ende ist aber immer alles gut gegangen“, erzählt Volker Achterberg. Auch weil die beiden stets auf hilfsbereite Menschen trafen. Obwohl alle Reisen außerordentlich reich an Abenteuern und Glanzpunkten gewesen seien, in Papua-Neuguinea den Fuß auf die Südseeinsel Neupommern zu setzen, sei von seltsamer Empfindung gewesen. Papua-Neugiuinea war in der Kaiserzeit deutsche Kolonie. In der Steppe Australiens den Ayers Rock oder den Uluru, wie er in der Sprache der Ureinwohner heißt, in seinem erdigen Rot auftauchen zu sehen, sei ebenfalls gigantisch.
Achterbergs haben Extrembergsteiger Reinhold Messner kennengelernt und den Kameramann des Hamburger Abenteurers Rüdiger Neberg. Dieter Kreuzkamp, derzeit wohl der bekannteste Weltenbummler, aus dessen Feder über 60 Bücher stammen, gehört ebenfalls zum internationalen Bekanntenkreis. Freundschaftliche Verbindung halten die Neubrandenburger auch zu Farmern in Namibia und im Norden Südafrikas. „Das sind unglaublich gastfreundliche Menschen“, sagt Volker Achterberg.
Er und seine Frau haben die Reiseabenteuer jetzt in einer Serie von Dia-Vorträgen für die Urania zusammengestellt. Der erste, er widmet sich Australien, wird heute um 17.30 Uhr im Neuwoba-Geschäftshaus, Demminer Straße 69, gezeigt. Die Veranstaltung ist öffentlich.

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