CORONA-REGELN

Vorwürfe gegen „brutale“ Türsteher in Supermarkt

Wer seinen Mund-Nasen-Schutz nicht korrekt trägt, soll von Sicherheitsleuten dazu angehalten werden. Doch in Altentreptow führte das sogar zu Handgreiflichkeiten.
Die Einhaltung der Coronaregeln ist besonders in Supermärkten wichtig, deshalb wird Sicherheitspersonal eingesetzt. Doch
Die Einhaltung der Coronaregeln ist besonders in Supermärkten wichtig, deshalb wird Sicherheitspersonal eingesetzt. Doch zwei Türsteher eines Marktes in Altentreptow sollen im Einsatz ziemlich brutal vorgegangen sein, beschweren sich Kunden. Kai Horstmann, © andrey popov - stock.adobe.com (Montage)
Altentreptow.

Im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen hatte ein Supermarkt in Altentreptow eine Sicherheitsfirma engagiert, die am Eingang dafür sorgen soll, dass die Kunden den geforderten Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie das Geschäft betreten. Schließlich gilt: Halten sich Kunden nicht an die Corona-Regeln, kann auch das Unternehmen zur Verantwortung durch das Ordnungsamt gezogen werden. „Ziel ist es zudem, auch die Kollegen zu entlasten, dass sie nicht andere Kunden auf den Mundschutz hinweisen müssen. Aber auch bei ihnen besteht die Angst vor einer Covid-19-Erkrankung“, erklärt Geschäftsinhaberin Simone Kornberger die Ausgangslage. Doch zwei Türsteher sehen sich mit Vorwürfen konfrontiert – einer von ihnen soll einen Rentner bereits im Juli brutal angegangen sein.

Massive Atemnot durch Klammergriff

Ein 71-Jähriger wollte im Markt einkaufen – doch die Situation eskalierte. Der Rentner hatte damals nach eigener Aussage seine Schutzmaske nur bis zur Nase gezogen, weil ihm Polypen Atemschwierigkeiten bereiten würden. Das hat der Türsteher aber nicht wissen können, zudem sagte der Kunde nichts dergleichen. „Ich wurde aufgefordert, die Maske hochzuziehen. Ich lehnte zwei Mal ab. Hatte aber gemerkt, so komme ich nicht in den Edeka hinein. Ich zog also die Maske über die Nasenspitze und ging in den Markt“, erzählt der Rentner.

Obwohl die Situation damit eigentlich bereinigt erschien, habe der Türsteher den Kunden gepackt und ihn im Klammergriff nach draußen befördert. Durch den festen Griff um den Oberkörper bekam der 71-Jährige massive Atemnot. Laut Markt-Chefin wurde dem Rentner damals vom Personal ein Stuhl hingestellt und schließlich ein Krankenwagen gerufen. Der Türsteher wollte sich zwar entschuldigen, erhielt vom Krankenpfleger aber kein Zutritt zum Rettungswagen.

Anzeige wegen Körperverletzung

Schließlich wurde Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. „Dennoch gehe ich weiterhin in dem Edeka-Markt einkaufen, da sie ganz bestimmtes Hundefutter haben. Außerdem sind die Verkäufer im Gegensatz zum Türsteher sehr freundlich“, betont der angegriffene Rentner.

Ähnliches hat ein Gastronom erlebt, der, wie der Rentner, aus Angst vor Ärger anonym bleiben möchte. Er habe nicht nur von zahlreichen anderen Edeka-Kunden gehört, dass sie massiv angegangen worden sein sollen. Er habe auch seine eigenen negativen Erfahrungen machen müssen.

Markt zieht Konsequenzen aus den Vorwürfen

Im Juli passierte der erste Zwischenfall, berichtet der Gastwirt. Jedoch mit einem anderen Türsteher der Firma. Der Gastronom hatte seine Maske unter der Nasenspitze hängen. „Mir ist die Maske von der Nase gerutscht“, erklärt er dazu. „Dann schrie der Mann zu mir herüber, dass wir hier nicht im Vergnügungspark sind, sondern im Einkaufsmarkt.“ Ein paar Tage später stand der Gastronom an der Kasse, dabei rutschte ihm beim Gespräch mit einem Bekannten erneut die Maske unter die Nase. Derselbe Türsteher soll geschrien haben: „Jetzt reicht es, du hast Hausverbot.“ Dann soll er den Wirt am Arm gepackt und nach dem Bezahlen zum Ausgang gezerrt haben. Die Kassiererin äußerte dem Kunden gegenüber ihr Unverständnis über die völlig überzogene Reaktion, so der Gastronom. Auch gegen diesen Türsteher wurde Anzeige erstattet.

Die Marktleiterin bedauert und spricht davon, dass die beiden Türsteher überzogen reagiert hätten. Sie betont aber auch, dass sich die anderen Mitarbeiter stets ordnungsgemäß und freundlich verhalten haben.

Geschäftsinhaberin Simone Kornberger sagt, dass der Vertrag mit der Sicherheitsfirma Ende September ohnehin auslaufe und nicht mehr verlängert wird. „Jeder Kunde ist uns wichtig und wir möchten, dass sich jeder in unserem Markt gut und sicher fühlt. Dazu gehört in diesen Zeiten auch, dass man Rücksicht nimmt und sich an die Hygienevorschriften hält“, betont sie.

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Kommentare (14)

"Das hat der Türsteher aber nicht wissen können..."

Das ist sehr häufig das Problem bei Türstehern, mit 6 Klassen Schulbildung kann man aber meist auch nicht viel mehr verlangen.

Solange man nur vor Covid-19-Infektion Angst hat und vor anderen tödlich verlaufenden Infektionen nicht, ist die Sorge, Panik und Hysterie übertrieben.

im keinen supermarkt wo ich einkaufen gehe stehen türsteher davor...was ist den da los das aufpasser sein müssen

Mit Covid versucht die Regierung die Bevölkerung einzuschüchtern, Ihnen Ihre Rechte weg zu nehmen und einzuschüchtern. Viele Bürger weigern sich deswegen dieser Regierung noch zu folgen. Das wird von Tag zu Tag schlimmer. Die Bürger haben zwar Recht, doch Sie gefährden auch andere und sollten sich überlegen, ob dies der Richtige Weg ist. Ich habe die Spionage App auch schon gelöscht. Man hört in letzter Zeit zu viel darüber , dass Handys von Behörden ausgelesen wurden.

Man hört auch , dass
-Bill Gates Kinder frisst,
-das Coronavirus durch Sendemasten übertragen wird
und vieles mehr.

"Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des amerikanischen Pew-Instituts, das Menschen in 14 Ländern dieser Regionen zu der Pandemie befragt hat. Demnach bewerten im Schnitt 73 Prozent den Umgang ihrer Länder mit dem Virus als gut. Am zufriedensten sind demnach die Dänen, wo 95 Prozent der Befragten das Krisenmanagement ihrer Regierung lobten, gefolgt von Australien (94 Prozent), Deutschland (88 Prozent), den Niederlanden (87 Prozent), Südkorea (86 Prozent) und Italien (74 Prozent)."
FAZ

Wenn ich hier einige Kommentare lese,
- " mit 6 Klassen Schulbildung kann man aber meist auch nicht viel mehr verlangen."
-"Mit Covid versucht die Regierung die Bevölkerung einzuschüchtern,",
-"Man hört in letzter Zeit zu viel darüber , dass Handys von Behörden ausgelesen wurden."
dann wird mir schlecht.
Übertriebene Härte durch den Wachschutz darf natürlich nicht toleriert werden, aber konsequentes Durchsetzten der bestehenden Regeln in allen Bereichen würde ich mir wünschen.
Das Tragen einer Maske im Supermarkt als Einschränkung der pers. Freiheit zu bezeichnen ist schlichtweg dumm. Diejenigen, die sich jetzt gegen die Empfehlungen der Wissenschaft artikulieren, werden genau die sein, die den zu erwartenden Lockdown zu verantworten haben.
Einzelne Wichtigtuer und unbelehrbare Partygänger gefährden Leben und sind ein Risiko für die Gesellschaft als ganzes.

Warum müssen sich schwule immer so verhalten wie sie? Immer versuchen sie sich wichtig zu machen, immer müssen sie beweisen, dass Sie dumm wie Brot sind und einen IQ von 0 haben. Sie sind so ein Troll, es hat echt kein Sinn sich mit Ihnen zu unterhalten. Ich schlage vor, dass Sie ihre kranke Meinung sagen und einfach nicht auf meine Beträge antworten. Denken Sie auch mal daran, dass es auch andere nervt. Schönes WE

Und Schätzelein, mal ganz unter uns:
Der Troll bist du...

Sorry, ich bin nicht Ihr Mann, da haben Sie doch sicher einen anderen. Mir würde es reichen wenn Sie auf meine Beiträge nicht mehr antworten. Ich möchte mit Ihnen wirklich nichts zu tun haben, Ihre faschistische und rassistische Weltanschauung passt nicht in mein Weltbild. Sie sind für mich eine Schande für unsere linke Bewegung, mit Leuten wie Ihnen möchten wir nichts zu tun haben. Schönes WE

liegt, dann offenbar bei Minus 10,5. denn Ihr Dummsabblerisches Geschwätz nervt auch so ziemlich jeden. Denn Sie als Koi-NB haben bislang noch nie was brauchbares hier abgelassen, außer Ihre wilden Verschwörungstheorien.

😂😂😂😂😂👍🏼

Beim nächsten Mal sollten sich körperlich unterlegene Kunden einfach einen schlagkräftigen Begleiter mitnehmen. Dann sollte auf dem Niedriglohnsektor vor der Tür etwas Einsicht und Vernunft einkehren.

gehört ins Fischstäbchen!