Namenszusatz
Votum über Beinamen für Neubrandenburg fällt eindeutig aus

Andere Städte haben es schon vorgemacht, jetzt will Neubrandenburg folgen. In einer Befragung stimmten die Teilnehmer für den schon eingebürgerten Namenszusatz „Viertorestadt”.
Andere Städte haben es schon vorgemacht, jetzt will Neubrandenburg folgen. In einer Befragung stimmten die Teilnehmer für den schon eingebürgerten Namenszusatz „Viertorestadt”.

„Viertorestadt“, „Hochschulstadt“ oder „Tollenseseestadt“? Im Internet und per Umfrageformular konnte über eine Zusatzbezeichnung für Neubrandenburg abgestimmt werden. Nun liegt das Ergebnis vor.

Die Abstimmung über den Namenszusatz für die Stadt Neubrandenburg hat ein eindeutiges Votum erbracht. Mehr als 90 Prozent der abgegebenen Voten entfielen auf die Zusatzbezeichnung „Viertorestadt“, wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte. Die Umfrage war am Sonntag zu Ende gegangen. Zur Wahl standen „Viertorestadt“, „Hochschulstadt“ und „Tollenseseestadt“

Im Internet wurde laut Stadt 3670 mal abgestimmt. 3325 Stimmen fielen auf den bereits etablierten Begriff „Viertorestadt“. Für „Tollenseseestadt“ gab es 185 und für „Hochschulstadt“ 160 Stimmen. Zudem wurden 105 Umfrageformulare ausgefüllt und eingeschickt. Hier war das Ergebnis noch eindeutiger. Der Zusatz „Tollenseseestadt“ bekam eine Stimme und der Vorschlag „Hochschulstadt“ keine. Der Rest entfiel auf den Beinamen „Viertorestadt”, der auf die vier Stadttore Neubrandenburgs Bezug nimmt.

Name muss in Schwerin beantragt werden

Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) sagte am Montag nach der Abstimmung: „Ich freue mich sehr über die rege Teilnahme an unserer Umfrage. Vielen Dank dafür. Das Ergebnis zeigt, wir Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger leben in einer modernen Stadt, die sich jedoch ihrer Wurzeln bewusst ist. Mit diesem Selbstbewusstsein können wir mutig Zukunftsthemen anpacken und unsere Viertorestadt noch schöner gestalten.”

An die offizielle Verleihung eines Zusatznamens sind strenge Kriterien geknüpft. Damit Neubrandenburg einen Namenszusatz – wie beispielsweise Neustrelitz als Residenzstadt oder Güstrow als Barlachstadt – bekommt, muss die Stadtvertretung nun darüber beschließen und den Oberbürgermeister beauftragen, die Verleihung der kommunalverfassungsrechtlichen Bezeichnung „Viertorestadt“ beim Innenministerium des Landes zu beantragen, wie eine Stadtsprecherin mitteilte.

An der Abstimmung war auch Kritik laut geworden. So war die Wahl nicht auf die Bürger der Stadt Neubrandenburg beschränkt und auch Mehrfachnennungen waren möglich. Andere monierten zudem, dass nicht zunächst generell über die Sinnhaftigkeit eines Namenszusatzes abgestimmt wurde.