Der Neubrandenburger Werbegrafiker Gilberto Pérez Villacampa hatte im vergangenen Jahr einen Entwurf für ein Logo
Der Neubrandenburger Werbegrafiker Gilberto Pérez Villacampa hatte im vergangenen Jahr einen Entwurf für ein Logo zum Großen Stein erstellt, der sich auch für die neuen Werbeschilder an der Autobahn eignen würde. Lea Biermann/Gilberto Pérez Villacampa
Tourismus

Wann kommt die Altentreptow-Werbung an der A20?

Um Altentreptow touristisch besser zu vermarkten, sollen an der Autobahn neue Werbetafeln angebracht werden. Doch vor der Hauptsaison wird das wohl nichts mehr.
Altentreptow

Der emporgehobene „alte Schwede“ am Klosterberg hat der kleinen Tollensestadt ohne Zweifel regen Besucherzulauf beschert. Zwar stehen rund um den Großen Stein seit einigen Monaten drei Schautafeln, die alles Wissenswerte zum Eiszeitbrocken enthalten. Aber wer als Tourist auf der A20 unterwegs ist, weiß nicht unbedingt, mit welchem eindrucksvollen Alleinstellungsmerkmal Altentreptow aufwarten kann – ein Punkt, der auch der Verwaltungsspitze durchaus bewusst ist.

Stadt müsste sämtliche Kosten für das Werbeschild allein tragen

Da kam das Angebot vom Tourismusverband MV gerade recht. Demnach kann die Stadt den Standort der braunen Tafeln, auf dem derzeit noch für den Naturerlebnispark Mühlenhagen geworben wird, übernehmen – allerdings nur, wenn sie sämtliche Kosten für den Umbau trägt. Denn da sich die gesetzlichen Vorgaben zu den Abmaßen geändert haben, reicht es nicht einfach aus, die Schilder mit einem anderen Motiv zu bekleben. Sie müssen komplett neu angefertigt werden. Und das kostet. Etwa 15.000 bis 20.000 Euro sind allein für die beiden Tafeln fällig, wie eine erste Schätzung aus dem Vorjahr ergab.

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Außerdem hatte die Autobahn GmbH des Bundes der Stadt nahegelegt, die vorhandenen Gittermasten und Fundamente aus statischen Gründen ebenfalls auszutauschen. Inklusive Planung, Baugenehmigung und Demontage war die Verwaltung nach einer überschlägigen Kalkulation auf die stolze Summe von 50.000 Euro gekommen. Letzten Endes fiel die Entscheidung, dass auch 35.000 Euro ausreichen, woraufhin das Geld per Beschluss der Stadtvertretung in den Haushalt eingestellt wurde.

Noch nichts beschlossen oder unterschrieben

Die Übernahmevereinbarung liegt bereits seit Ende Januar im Rathaus vor. Unterschrieben ist allerdings nach wie vor nichts, wie die erste Stadträtin Silvana Knebler informierte. „Wir haben dazu bereits mehrere Gespräche geführt, aber eine endgültige Entscheidung steht aktuell noch aus“, sagte Knebler, ohne näher auf die Hintergründe einzugehen. Erst wenn das erledigt ist, könne der Bauantrag gestellt werden. Dafür müsste die Stadt auch einige Entwürfe einreichen, aus denen ersichtlich wird, wie das spätere Motiv aussehen soll.

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Zwischenzeitlich gab es Überlegungen, gemeinsam mit anderen Partnern auf den neuen Tafeln für sich zu werben, woraus sich eine Kostenentlastung für die Stadt ergeben könnte. Aber auch in dieser Angelegenheit ist noch nichts in Stein gemeißelt, wie Knebler klarstellte. Nach Nordkurier-Informationen wollen sich unter anderem die neuen Betreiber des Naturerlebnisparks Mühlenhagen die Werbefläche mit der Stadt teilen. Ob es wirklich dazu kommt, bleibt abzuwarten. In Anbetracht der derzeit noch ausstehenden Vertragsunterzeichnung und Baugenehmigung zeichnet sich jedoch jetzt schon ab, dass die neuen Tafeln vermutlich frühestens im Herbst aufgestellt werden können, wenn die Hochsaison für Urlauber schon wieder vorbei ist.

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