UMWELT

Was soll diese braune Brühe im Neubrandenburger Olmühlenbach?

Seit Längerem machen sich Spaziergänger entlang des Ölmühlenbachs in Neubrandenburg ernsthaft Gedanken über dessen Verfassung. Das Wasser sieht alles andere als gut aus.
Der Ölmühlenbach hinter dem Wehr sieht alles andere als einladend aus. Das soll jedoch nur ein vorübergehender Zustand sein.
Der Ölmühlenbach hinter dem Wehr sieht alles andere als einladend aus. Das soll jedoch nur ein vorübergehender Zustand sein. Paulina Jasmer
Neubrandenburg.

Schön ist wirklich anders. So sehen es jedenfalls zahlreiche Spaziergänger und Radfahrer, die in diesen und vielen vergangenen Tagen am Ölmühlenbach in Neubrandenburg entlangschlenderten beziehungsweise radelten. Am Abzweig Oberbach sieht der Ölmühlenbach noch gut aus, auch am Brückenwehr. Jedoch direkt dahinter erwartet den Betrachter eine braune Suppe. Aus einem Rohr, das ins Gewässer führt, plätschert unerlässlich braunes Wasser.

Amt für Umwelt klärt auf

Böse Zungen behaupten, dass die angrenzende Kleingartenanlage dort eine Entwässerung gelegt haben könnte und so womöglich den Ölmühlenbach verschmutzt. Seit Monaten soll das schon so gehen. Vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) kommt auf Nordkurier-Nachfrage allerdings Entwarnung. „Die Leitung, die hinter dem Wehr das braune Wasser einleitet, kommt aus dem Kulturpark. Kleingärten sind nicht an der Leitung angeschlossen“, sagt Bodo Heise vom StALU, der immer mal wieder auftretende Nachfragen zu diesem Thema bestätigt.

Wasser ist natürlich-braun

Wegen der hohen Wasserstände im Kulturpark seien Mitte der 90er-Jahre im Kulturpark Gräben zur Entwässerung angelegt worden, die zu einem Sammelpunkt führen. „Am Sammelpunkt wird das Wasser mit einer Pumpe unter dem Oberbach hindurch bis hinter das Wehr am Öhlmühlenbach gefördert und dort eingeleitet“, erläutert der Fachmann.

Das Wasser aus dem Kulturpark ist seinen Worten zufolge natürlicherweise eisenhaltig. Dies führe zu der wahrgenommenen braunen Färbung des Wassers, „die natürlich ist und keine Verschmutzung darstellt“, betont er. Da allerdings im Moment die Brückeninspektion am Wehr stattfindet, laufe kein Wasser über die Wehrklappe. So könne sich das eingeleitete eisenhaltige Wasser aus dem Kulturpark nicht sofort verdünnen und die braune Färbung sei daher deutlich wahrnehmbar.

Nach dem Zulauf des Wassers aus der am Wehr befindlichen Fischaufstiegsanlage und der Forellenzuchtanlage – etwa 200 Meter weiter – vermische sich das Wasser und die braune Färbung lasse nach. „Wenn wieder Wasser über die Wehrklappe am Öhlmühlenbachwehr fließt, erfolgt die Vermischung schneller“, versichert Bode Heise.

 

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Kommentare (2)

Jetzt wissen wir woran es liegt. Meine Freundin und ich wundern uns schon seit Monaten über die Verfärbungen des Wassers. Danke für die Aufklärung.

...das verquerte Denken des Menschen! Braune Brühe entspricht nicht dem ästhetischen Empfinden der Betrachter, wobei mal ganz schnell die Natürlichkeit der Umwelt keine Rolle mehr spielt. Und dann des Menschen liebste Beschäftigung: Das Suchen eines SCHULDIGEN! Die Gartenanlage! Ohne wenn und aber wird vermutet und gehetzt! Mir wird schlecht davon!