Nasses Neubrandenburg

Wasser im Kulturpark kommt nicht aus dem Lindebach

„Es ist ein komplexes Thema“, räumt die Stadt ein. Der Lindebach als Quelle für Wasserflächen im Kulturpark wird indes ausgeschlossen.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Im nördlichen Teil des Kulturparks steht seit Tagen das Wasser.   
Im nördlichen Teil des Kulturparks steht seit Tagen das Wasser. Mirko Hertrich
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Neubrandenburg.

Das auf Wiesen und Beeten im Neubrandenburger Kulturpark stehende Wasser stammt nicht aus dem Lindebach. Nach einem Vergleich der Wasserstände könne man ausschließen, dass das Gewässer Schuld daran trägt, sagte Stadtsprecherin Anett Seidel am Freitag im Anschluss an eine gemeinsame Ortsbegehung mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu).

Der Stand des Wassers im Park liege über dem Pegel des nahe gelegenen Lindebachs. Rein physikalisch müsste das Wasser also zurückfließen, was es aber nicht tut.

Die Stadt will jetzt prüfen, wo in dem Park möglicherweise Altbestände an Drainagen liegen, die Ursache für die Tümpelbildungen sein könnten. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass es alte Leitungen gibt“, hieß es. Auch will die Verwaltung Wasserexperten der Stadtwerke neu.sw mit ins Boot holen. „Es ist ein komplexes Thema“, sagte die Stadtsprecherin. Leser hatten dem Nordkurier berichtet, dass bei der Schaffung des Kulturparks ein Drainagesystem geschaffen wurde, das auch unter dem Oberbach hindurch führen soll.

Kurz vor der Wende sei dieses mit dem Bau von Bootshäusern möglicherweise unterbrochen worden, berichtete einer. Das zuvor moorige Areal zwischen Tollensesee und Stargarder Tor wurde von 1969 bis 1975 mit viel Aufwand zum Kulturpark umgestaltet.

Kommentare (1)

Ich meine mich dunkel zu erinnern ,daß es dieJahre nachder Wende auch ein "Land unter" im Kulturpark gab. Damals wurde es mit dem plötzlichen Wassersparen der Neubrandenburger erklärt und es war der Bau von Dränagen im Gspräch. Wenns denn so war, ist nach knapp 30 Jahren möglicherweise auch mal was kaputt gegangen. Pläne wirds davon ja wohl noch geben.