BETREUTES WOHNEN

Eskalation im Streit mit Stadtwerken vorerst abgewendet

Die Bewohner der schönen Anlagen für betreutes Wohnen in der Neubrandenburg Innenstadt können wieder aufatmen. Ihr Vermieter hat die Rechnungen für Wasser und Heizung gezahlt. Doch noch sind nicht alle Streitpunkte mit den Stadtwerken geklärt.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Bewohnern in Objekten für betreutes Wohnen der BLW-Gesellschaften in Neubrandenburg wie etwa in der Schillerstraße drohte die Kappung der Versorgung, weil der Vermieter die Rechnungen nicht zahlte. Die Gründe sind strittig.
Bewohnern in Objekten für betreutes Wohnen der BLW-Gesellschaften in Neubrandenburg wie etwa in der Schillerstraße drohte die Kappung der Versorgung, weil der Vermieter die Rechnungen nicht zahlte. Die Gründe sind strittig. Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

Die Bewohner von Anlagen für betreutes Wohnen in Neubrandenburg müssen nicht in der Kälte und auf dem Trockenen sitzen. Die für Montag angedrohte Sperrung der Trinkwasser- und Wärmeversorgung durch die Stadtwerke Neu SW konnte kurz vor knapp abgewendet werden.

Eine Sprecherin des städtischen Unternehmens teilte dem Nordkurier auf Anfrage mit, dass die Zahlungen für Objekte der „Betreutes Leben und Wohnen“ (BLW) GbR in der Große Wollweberstraße vergangene Woche „vor der gesetzten Frist“ eingegangen seien. Entsprechend hätten die angekündigte Sperrung vermieden werden können.

Keine Zahlungen bei Objekt in Schillerstraße

Des Weiteren gab es laut Neu SW Geldeingänge für offene Rechnungen für eine Immobilie in der Schillerstraße. Keine Zahlungen seien eingegangen für ein weiteres Objekt in der Schillerstraße, welches die BLW GmbH betrifft. „Dennoch haben wir dort heute noch nicht gesperrt und warten zunächst auf Kontakt vom Ansprechpartner“, betonte die Sprecherin.

Die BLW als Vermieter lag wegen Zahlungsrückständen in den vergangenen Jahren wiederholt mit den Neubrandenburger Stadtwerken im Clinch. Wegen offener Rechnungen hatten die Stadtwerke nun erneut mit der Kappung der Versorgung bei BLW-Objekten gedroht.

BLW „verärgert“ über die Stadtwerke

Bei der Geschäftsführung von GbR und GmbH gibt es personelle Überschneidungen. Bei beiden Firmen sitzt Petra Schulz in der Geschäftsführung, die auch die mittlerweile insolvente Kommunale Dienstleistungs- und Handelsgesellschaft mbH (KDH) mit leitete.

In einem Schreiben hatte sich die Geschäftsführung der BLW GbR jüngst an die betroffenen Mieter gewandt. In dem Brief, der dem Nordkurier mittlerweile vorliegt, steht: „Wir sind sehr verärgert über die Arbeitsweise der Stadtwerke.“ Diese seien informiert gewesen, „dass wir nicht auf unsere Buchhaltung zugreifen konnten und baten über die Übersendung der eventuell offenen Vorgänge“. Unter diesen Umständen sei die angedrohte Vorgehensweise nicht „zu akzeptieren“.

Dass die BLW nach eigenen Angaben zeitweise keinen Zugriff auf ihre Buchhaltung hatte, lag offenbar daran, dass im Zuge der KDH-Insolvenz keinen Zugang mehr zu Rechnern der GbR bestand. Die KDH betrieb unter anderem ein Wasser- und Umweltlabor. Der Geschäftsbetrieb wurde nach der Pleite zum 1. Februar eingestellt. Betroffen sind über 25 Mitarbeiter.

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Kommentare (1)

Eigennamen sind des Nordkuriers Spezialität nicht. Wo außerhalb des Medienunternehmens sind die Neubrandenburger Stadtwerke einmal so geschrieben worden: "Stadtwerke Neu SW"??? ist "neu.sw" wirklich so schwer zu schreiben? Apropos "schreiben": Nach welcher Grammatik richtet sich eigentlich folgender Satz: "Entsprechend hätten die angekündigte Sperrung vermieden werden können."?