Kontroverse um Hang-Gelände

Weg frei für Prüfung von privatem Wohnprojekt

Der Bau eines Wohnparks auf dem Gelände des einstigen Kiessandtagebaus am Fünfeichener Weg ist in Neubrandenburg umstritten. Die Stadtvertretung hat jetzt den Weg geebnet für die Prüfung des Projekts.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Ablehnung und Kritik an den Bebauungsplänen kam vor allem von SPD und Grünen.
Ablehnung und Kritik an den Bebauungsplänen kam vor allem von SPD und Grünen. NK-Collage
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Neubrandenburg.

Die Wohnungsbaupläne auf einem Gelände im Südosten Neubrandenburgs haben am Donnerstag in der Neubrandenburger Stadtvertretung erneut für eine kontroverse Debatte gesorgt. Dennoch fand sich eine Mehrheit für eine planerische Prüfung des Vorhabens: Nach der Aussprache stimmten 13 Stadtvertreter für den sogenannten Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes für die Teilfläche „Wohnpark Fünfeichener Weg West”. Für einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss zum gleichnamigen Bebauungsplan Nr. 125 votierten 15 Abgeordnete. Mit Nein stimmten jeweils fünf Stadtvertreter, die übrigen der 31 anwesenden Ratsfrauen und -herren enthielen sich der Stimme.

Ablehnung und Kritik an den Plänen kam vor allem von SPD und Grünen. Sie befürchten, dass mit der Entscheidung über den Aufstellungsbeschluss schon Fakten geschaffen werden und sprachen von einer „Salamitaktik”. Befürworter etwa von der CDU-Fraktion warnten wiederum davor, einen privaten Investor zu verprellen, der in der Stadt Millionen investieren wolle.

Vertreter der Stadt wiesen darauf hin, dass mit dem Aufstellungsbeschluss zunächst lediglich das Planverfahren eingeleitet werde. „Welches Ergebnis herauskommt, ist noch offen”, betonte Frank Renner, städtischer Fachbereichsleiter für Stadtplanung, Wirtschaft, Bauaufsicht und Kultur.

In der Stadtvertretung kam auch der private Investor zu Wort. Er sagte zu, dass die Umweltbelange berücksichtigt werden. Seinen Worten nach ist auch nicht geplant, eine umzäuntes Areal zu schaffen, zu dem die Öffentlichkeit keinen Zugang mehr hätte.

Der Stadt sollen bei der Entwicklung des Wohnparks durch den privaten Investor keine Kosten entstehen, außer denen für das Personal zur Begleitung des Planungsprozesses. Der Investor trägt den Angaben zufolge auch die Kosten die erforderlichen Fachgutachten.

Kommentare (2)

31 Stadtvertreter enthielten sich der Stimme.... FEIGLINGE..... 50% der Baufläche sind von Wald und Biotopen besetzt.... Wie bitte will denn der Herr Bauherr Umweltbelange berücksichtigen...... Das die Stadt überhaupt überlegt dort zu bauen...... Was hier auch wieder nicht steht.... Die Stadt braucht Zuwachs durch Neubürger..... Durch soll ein Kontrukt? Besten Dank..... Es gibt mit Sicherheit bessere Standorte und Ideen Wohnraum zu erzeugen. Besser mal innovative Stadtplaner fragen und sich nicht von einem vermeintlichen Heilsbringer mit Millionen an der Nase rumführen lassen. Es wird mit Sicherheit so enden wie auf dem Marktplatz.... Was vertreten unser Stadtvertreter eigentlich?

bezeichnend für meine Heimatstadt, ein paar wenige versauen den Ort immer mehr, noch weniger stellen sich dagegen und die Mehrheit...die schaut schweigend (Stimme enthaltend) zu. Denk ich an Nb-town in der Nacht...kommt mir der Brechreiz. Naziläden in der Innenstadt, Armutsviertel in Ost und Nord und ein Großteil der Stadtvertretung der alles am Arsch vorbei geht.