KREIS MECKLENBURGISCHE SEENPLATTE

Weniger unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als erwartet

Das Jugendamt des Kreises hat weniger junge Ausländer in Obhut, die ohne Begleitung von Erziehungsberechtigten nach Deutschland kamen.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Die Jugendhilfe des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte hat sich im März um 68 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge gekümmert.
Die Jugendhilfe des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte hat sich im März um 68 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge gekümmert. Bernd Settnik
Neubrandenburg.

Die Zahl der unbegleiteten minderjährige Ausländer im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist im vergangenen Jahr deutlich unter den Erwartungen geblieben. Damit fielen auch weniger Kosten an, wodurch der Haushalt entlastet wird.

Wie das Jugendamt des Landkreises in der vergangenen Woche im Jugendhilfeausschuss mitteilte, hatte die Behörde für 2018 die Betreuung von 200 minderjährigen Flüchtlingen eingeplant, die ohne Eltern oder andere Betreuer nach Deutschland kamen. Hierfür waren im Haushalt des vergangenen Jahres Mittel in Höhe von über acht Millionen Euro eingeplant. Tatsächlich betreut wurden im Haushaltsjahr 2018 durchschnittlich im Monat aber lediglich 100 Jungen und Mädchen aus dem Ausland. Im Monat März waren 68 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Jugendhilfemaßnahmen. Infolge des Rückgangs der Zahlen konnte laut Jugendamt eine Unterbringungseinrichtung geschlossen werden.

Zwei Millionen Euro weniger Zuschüsse nötig

Da weniger Kinder und Jugendliche betreut werden mussten, fielen sowohl weniger Kosten als auch Einnahmen an. Von den eingeplanten acht Millionen Euro seien nur 3,7 Millionen benötigt worden, wie Amtsleiterin Anja Zörner im Jugendhilfeausschuss mitteilte. Allerdings hatte die Behörde auch mit Erstattungen von 7,98 Millionen Euro gerechnet. Kosten, die dem Jugendamt durch die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Ausländern entstehen, werden dem Kommunalen Sozialverband des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Rechnung gestellt.

Insgesamt fällt der Zuschussbedarf des Jugendamtes 2018 niedriger aus als geplant. Im Finanzhaushalt stehen tatsächliche Erträge in Höhe von 54,4 Millionen Euro Aufwendungen über 88,5 Millionen Euro für die Arbeit der Behörde gegenüber. Das entspricht Zuschüssen in Höhe von 34 Millionen Euro, eingeplant waren 36 Millionen Euro.

zur Homepage