SICHERHEIT AN KREUZUNGEN

Weniger Unfallschwerpunkte in Neubrandenburg

In Neubrandenburg existieren weniger Problemzonen als noch vor Jahresfrist. Warum das so ist, weiß niemand genau zu sagen. Vielleicht hat an der erfreulichen Bilanz sogar ein Verkehrsschild einen ganz großen Anteil.
Thomas Beigang Thomas Beigang
An der Kreuzung der Neustrelitzer Straße/Weidenweg hat es in der Vergangenheit oft gekracht. Im vergangenen Jahr herrschte hier hingegen viel mehr Ruhe.
An der Kreuzung der Neustrelitzer Straße/Weidenweg hat es in der Vergangenheit oft gekracht. Im vergangenen Jahr herrschte hier hingegen viel mehr Ruhe.
Neubrandenburg.

Die drei Kreuzungen, die in den Jahren 2016 und auch 2017 zu den gefährlichsten in der Stadt Neubrandenburg zählten, spielen in der Unfallstatistik keine besondere Rolle mehr. So jedenfalls heißt es in einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage aus der Stadtvertretung. Die Ampelkreuzung Neustrelitzer Straße/Weidenweg/Schwedenstraße, an der es 2016 noch 21 mal krachte, zählt ebenso zu den aus der Statistik der Unfallhäufungsstellen verschwundenen Ecken wie jene wenige Hundert Meter weiter südlich gelegene Kreuzung Neustrelitzer Straße/Bergstraße. Dort wurde die Polizei noch im Jahr 2017 zu 19 Verkehrsunfällen gerufen, bei denen sich vier Menschen verletzten. Als sogenannte Unfallhäufungsstelle gilt in Mecklenburg-Vorpommern ein Bereich, in dem sich wenigstens fünf Unfälle im Jahr ereignen.

Nur noch sechs Problemzonen

Im Jahr 2017 mussten von Polizei und Verkehrswacht noch 17 solcher Stellen mit zahlreichen Unfällen in der Stadt registriert werden. Aus der aktuellen Auflistung des Unfallgeschehens für das Jahr 2018 geht laut Stadtverwaltung hervor, dass sich die Zahl der Unfallhäufigkeitsstellen reduziert hat – nur noch sechs dieser Problemzonen müssen gegenwärtig registriert werden. Im Rathaus erklärt man sich die erfreuliche Reduzierung mit diversen in der jüngsten Vergangenheit ergriffenen Maßnahmen. So seien an den Ampelkreuzungen die Lichtsignale auf LED-Basis zur besseren Erkennbarkeit umgerüstet worden, der Straßenbelag erhielt eine bessere „Griffigkeit“ und die grüne Welle habe Verbesserung erfahren. Als ein anderes probates Mittel zur Bekämpfung von Unfällen in Problemzonen gelten das Aufstellen von Verkehrstafeln, von denen man sich mehr Aufmerksamkeit für besondere Gefahrenstellen verspricht.

Sechs Blitzer an Ampelkreuzungen

Bei der Jagd auf Rotlichtsünder hingegen seien die Möglichkeiten der Stadt beschränkt, heißt es weiter in der Antwort an die Stadtvertretung. Denn nur mit einer stationären Rotlichtüberwachungsanlage kann beweissicher ein Foto des betroffenen Autofahrers geschossen werden, solche „Blitzer“ an großen Ampelkreuzungen gibt es aber sechs Stück – unter anderem an der Y-Kreuzung, in der Demminer Straße am Vogelviertel, der Neustrelitzer Straße auf Höhe des Weidenwegs und an der Pferdemarkt-Kreuzung – sind mit sogenannten Ampelblitzern ausgerüstet, die darauf lauern, die Rot-Sünder auch zu erwischen.

Die Errichtung jeder weiteren bedarf der Zustimmung des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Allerdings – wenn es sich wegen vieler Rotlichtverstöße und zahlreicher Unfälle als notwendig erweist, weitere Blitzer an Ampelkreuzungen zu installieren, werde dies selbstverständlich beantragt. In der Stadt Neubrandenburg sorgen knapp 70 Ampelanlagen dafür, dass sich Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer nicht gegenseitig ins Gehege kommen.

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Kommentare (1)

Der Blitzer an der Y-Kreuzung existiert nicht mehr. Dieser wurde entfent und die Hinweistafel "Achtung Gefahrenstelle" kam hinzu.