GIFTANSCHLAG

Hund bei Neubrandenburg mit Rattengift getötet

Kurz nach dem Tod einer Hündin in einem Dorf bei Neubrandenburg fielen auch bei einem zweiten Hund Vergiftungssymptome auf. Die Familie ist fassungslos und hofft, dass der Täter zur Verantwortung gezogen wird.
Susanne Schulz Susanne Schulz
Nachdem Franzi (links) im Januar offenbar vergiftet wurde, fürchtet die Familie jetzt auch um die sechsjährige Greta.
Nachdem Franzi (links) im Januar offenbar vergiftet wurde, fürchtet die Familie jetzt auch um die sechsjährige Greta.
Ihlenfeld.

Als ihre Hündin Franzi starb, glaubten Tino Krause und seine Familie bei aller Trauer noch an eine altersbedingte Ursache: Schließlich hatte es die Kleine-Münsterländer-Dame auf stolze vierzehneinhalb Lebensjahre gebracht. Doch als wenig später auch der zweite Hund der in Ihlenfeld heimischen Familie erkrankte, erhärtete sich ein schlimmer Verdacht.

Schluckbeschwerden und auffallende Schwäche waren die ersten Symptome, deretwegen Tino Krause die sechsjährige Greta zum Tierarzt brachte. Die Blutuntersuchung ergab eine Anämie (Blutarmut), und die auffälligen Parallelen zu Franzis Symptomen weckten den Argwohn des Fachmanns: „Hier liegt der Verdacht einer chronischen Vergiftung mit Rattengift nahe“, bestätigte er schriftlich.

Rattengift bewirkt, dass ein Tier innerlich verblutet, weiß Krause. Der tierärztlichen Einschätzung zufolge wurde es in kleineren Dosierungen über einen längeren Zeitraum verabreicht – womöglich über den Zaun geworfen? –, so dass die Folgen schleichend eintraten.

Körper baut Gift nur langsam ab

Tino Krause ist fassungslos: „Wer tut so etwas?“ fragt er. „Und welchen Sinn hat das?“ Jemand, dem die Tiere zuwider sind? Oder der die Menschen nicht leiden kann und ihnen auf diese Weise Leid zufügen will? „Wer ein Problem mit mir hat, soll es mir ins Gesicht sagen, aber nicht an wehrlosen Tieren auslassen“, sagt der Inhaber einer Firma für Oberflächentechnologie wütend. Die Familie habe niemandem etwas getan. Und selbst wenn jemand dieses Gefühl haben sollte, „spricht man darüber – aber man vergeht sich doch niemals am Leben!“

Seit 1994 ist der gebürtige Neuenkirchener in Ihlenfeld zu Hause. Jetzt aber lebt die Familie in Angst um ihre Hunde Der Abschied von Franzi, einem genügsamen und sanften Tier, war ungemein schmerzhaft; die Sorge um Greta ist es nicht minder. Mehrmals in der Woche muss sie dem Tierarzt vorgestellt werden; nur langsam baut ihr Körper das Gift ab.

Wer hat was gesehen?

Und ihr Lebensraum ist enorm eingeschränkt: Statt auf dem Grundstück den gewohnten Auslauf zu genießen – und die Rasse Kleiner Münsterländer braucht viel Bewegung –, muss sie nun meist im Haus bleiben oder wird mit ins Büro genommen und darf nur noch unter Kontrolle „Gassi“ gehen.

Die Familie bittet die Dorfbewohner um Achtsamkeit, wenn Tieren „unbefugt“ Futterhäppchen oder Leckerli verabreicht werden oder Verdächtiges am Gartenzaun beobachtet wird. Auf anwaltlichen Rat hin hat sie zudem Strafanzeige erstattet und hofft, dass der Täter zur Verantwortung gezogen wird.

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Kommentare (4)

Wenn man, den Täter findet, etwas probieren, lassen

Wenn man, einen, Kommentar schreiben, will, vielleicht, vorher mal 'ne Tüte, Deutsch kaufen?

Als enttarnter Hundehasser sollte man solche Artikel besser nicht kommentieren!!!

wirklich sehr schade das man sowas nicht erwischt