Der Neubrandenburger Werbegrafiker hatte im vergangenen Jahr einen Entwurf für ein Logo zum Großen Stein erstellt, der sich auch für die neuen Werbeschilder eignen würde.
Der Neubrandenburger Werbegrafiker hatte im vergangenen Jahr einen Entwurf für ein Logo zum Großen Stein erstellt, der sich auch für die neuen Werbeschilder eignen würde. Lea Biermann/Gilberto Pérez Villacampa
Tourismus

Werbeschilder für Altentreptow an A20 lassen auf sich warten

Eigentlich sollten Touristen in diesem Sommer gezielt auf Altentreptow aufmerksam gemacht werden. Doch von den neuen Hinweistafeln ist noch nichts zu sehen.
Altentreptow

Weder die Altentreptower Stadtvertreter noch die Verwaltung der Tollensestadt hätten wohl jemals damit gerechnet, dass die neuen touristischen Wegweiser auch nach über einem Jahr Wartezeit immer noch nicht an den Autobahnabfahrten nach Altentreptow stehen. Nach wie vor wird auf den braun-weißen Schildern lediglich für den Naturerlebnispark Mühlenhagen geworben. Aber woran liegt das?

Tafeln sind nicht billig

Am Geld jedenfalls nicht. 35 000 Euro wurden auf Beschluss der Stadtvertretung im Haushalt eingeplant, mit denen die Anfertigung und Montage finanziert werden soll. Denn da sich die gesetzlichen Vorgaben zu den Abmaßen geändert haben, reicht es nicht aus, die vorhandenen Schilder mit einem anderen Motiv zu überkleben. Sie müssen komplett neu angefertigt werden.

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Und das kostet. Zwischen 15 000 bis 20 000 Euro sind schätzungsweise allein für die beiden Tafeln fällig. Hinzu kommen weitere Kosten für Fundamente und Gittermaste, die aus statischen Gründen ebenfalls ausgetauscht werden müssen.

Nachfrage beim Tourismusverband

„Aber wir konnten den Bauantrag bislang nicht stellen, weil die Übernahmevereinbarung zwar beim Tourismusverband des Landes vorliegt, aber die Unterschrift noch fehlt“, begründete die erste Stadträtin Silvana Knebler die Verzögerung. Warum sich der Vorgang so lange hinziehe, könne sie sich auch nicht erklären. „Wir halten aber trotzdem daran fest und fragen in dieser Woche noch mal in Schwerin nach, woran es gerade hapert“, versicherte Knebler.

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Doch selbst wenn die vertraglichen Modalitäten geklärt sind, muss auch erst mal die Baugenehmigung vorliegen, bevor die Schilder aufgestellt werden dürfen. Und wie die Erfahrung der vergangenen Jahre gezeigt hat, kann das im ungünstigsten Fall selbst bei kleineren Projekten einige Zeit dauern.

Zusammenarbeit noch unklar

Und was ist aus der Idee geworden, gemeinsam mit anderen Partnern aus der Region auf den neuen Schildern zu werben? Immerhin müsste die Stadt dann selbst weniger löhnen und könnte sich die Kosten für den Umbau und die spätere Unterhaltung teilen. In dieser Angelegenheit sei noch nichts in Stein gemeißelt, wie Knebler klarstellte.

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Nach Nordkurier-Informationen hatten die neuen Betreiber vom Naturerlebnispark Mühlenhagen vor einigen Monaten ihr Interesse bekundet, sich die knapp zehn Quadratmeter große Fläche mit der Stadt zu teilen. Ob es wirklich dazu kommt oder sich die Verwaltung noch andere potenzielle Werbepartner mit ins Boot holt, ist aber noch offen. Geeignete Fördertöpfe, um den Eigenanteil bei alleiniger Nutzung zu reduzieren, seien im Moment jedenfalls nicht in Sicht, hieß es.

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