Neueröffnung nach Zwangsversteigerung

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Im "Werderbruch" fließt bald schon Ouzo

Das traditionsreiche Restaurant "Werderbruch" im Neubrandenburger Kulturpark wird bald wieder eröffnet.
Das traditionsreiche Restaurant "Werderbruch" im Neubrandenburger Kulturpark wird bald wieder eröffnet.
Hartmut Nieswandt

In einem Monat soll die tote Zeit vorbei sein: In die traditionsreiche Gaststätte zieht wieder Leben ein. Aber statt Hausmannskost stehen dann mediterrane Gerichte auf der Speisekarte.

In rund einem Monat können Gäste wieder in das Gasthaus „Werderbruch“ einkehren. Wenn die Renovierungsarbeiten im traditionsreichen Haus im Neubrandenburger Kulturpark abgeschlossen sind, wird es als griechisches Restaurant neu eröffnet, erklärte der neue Eigentümer, der Neubrandenburger Geschäftsmann Andreas Hempel. Rund eineinhalb Jahre stand die gastliche Stätte leer.

Am 9. September 2013 war das „Grundstück Lessingstraße 14 mit Betreiberwohnung“ – dahinter verbirgt sich der „Werderbruch“ – auf dem Amtsgericht Neubrandenburg zwangsversteigert worden. Andreas Hempel erhielt den Zuschlag. Er erklärte, die Gaststätte verpachten und dafür sorgen zu wollen, dass sie schnell wieder öffnet.

In Zukunft gibt es Kost aus Griechenland

Demnächst ist es soweit. Pächter ist eine griechische Familie, die bereits Gaststätten in Stralsund, Greifswald und Gützkow bei Anklam betreibt. „Diese Gaststätten haben einen guten Ruf, das weiß ich auch vom Bierlieferanten“, versichert Hempel.

Gebaut wurde die Gaststätte in den Jahren von 1975 bis 1977. Einbezogen war der Staatliche Forstwirtschaftsbetrieb Malchin, der auch für die rustikale Ausstattung sorgte. Die Bauarbeiten zogen sich rund zwei Jahre hin – auch, weil der morastige Baugrund sehr schwierig war. Und weil von den Betriebshandwerkern des Forstbetriebes gebaut wurde, die nur neben ihren eigentlichen Aufgaben in Neubrandenburg zum Einsatz kamen. Insgesamt kostete die Gaststätte 800 000 Mark, die Eröffnung fand am 2. Juli 1977 statt. Der Name „Werderbruch“ wurde durch einen Leserwettbewerb der Zeitung „Freie Erde“ ermittelt.

Nach der Wende lief das Gasthaus bis 2013, bevor es nach der Schließung dann zur Zwangsvollstreckung kam.