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Wertvolles Gemälde überrascht Experten

Rolf Voß und die Überraschung des Tages bei der Experten-Begutachtung von Kunst & Krempel: Ein Gemälde der Burg Stargarder Künstlerin Marie Hager.
Rolf Voß und die Überraschung des Tages bei der Experten-Begutachtung von Kunst & Krempel: Ein Gemälde der Burg Stargarder Künstlerin Marie Hager.
Thomas Beigang

Zwei Fachleute haben beim Vier-Tore-Fest wieder Raritäten der Neubrandenburger unter die Lupe genommen. Und waren mindestens einmal hoch erfreut.

Mehr als 60 Neubrandenburger haben vor dem Vier-Tore-Fest die Chance ergriffen, ihre privaten Antiquitäten von Fachleuten schätzen zu lassen. "So viele wie noch nie", freute sich am Sonnabend-Mittag der Chef des Regionalmuseums, Rolf Voß, der gemeinsam mit Antiquitäten-Händler Hein-Olaf Scheibeler die Stücke in den vergangenen Tagen begutachtet hat und dann öffentlich die Auswertung vornahm.

Neben indischen Tempeltänzerinnen aus Messing, einem mehr als 200 Jahre alten Eisentopf und Werner-Schinko-Grafiken, die zum 725. Geburtstag Neubrandenburgs im Jahr 1973 entstanden sind, haben die beiden Experten allerdings auch ein richtig wertvolles Stück entdeckt: Ein Gemälde der Burg Stargarderin Marie Hager. "Eine Gebirgslandschaft", so Voß. Überrascht waren die zwei Kunst-Fachleute deshalb, weil von der 1947 verstorbenen Begründerin der Burg Stargarder Malschule nur noch sehr selten Bilder "auf dem Markt" sind. "Die sind so begehrt", sagt Scheibeler, "wer ein Bild der Künstlerin besitzt, gibt es in aller Regel nicht mehr her." Und falls doch - Voß und Scheibeler sind sich einig, könnte man durchaus wenigstens 3000 Euro für das Gemälde verlangen.