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An Ideen und Verbesserungsvorschlägen, wie Altentreptow für nachfolgende Generationen noch lebenswerter werden könnte, mangelt es bei den Schülern nicht. Foto: NK-Archiv/Tobias Holtz 
Beteiligung

Wie es mit dem Jugendbeirat in Altentreptow weitergehen soll

Nach nur zwei Treffen scheint die Arbeitsgruppe zur Jugendbeteiligung komplett eingeschlafen zu sein. Auf einen konkreten Fahrplan, wie es weitergehen soll, warten die Schüler seit Monaten vergeblich.
Altentreptow

War die von den Fraktionen angestoßene Jugendbeteiligung in Altentreptow nur eine Eintagsfliege? So mancher Schüler, der sich zuletzt in der eigens dafür gegründeten Arbeitsgruppe engagiert hatte, zweifelt nach Nordkurier-Informationen mittlerweile selbst daran, ob dieses Gremium in der jetzigen Konstellation überhaupt noch Sinn hat.

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Die letzte Sitzung, an der sie sich aktiv beteiligen konnten, liegt mittlerweile über ein halbes Jahr zurück. Und auch wenn die Stadtvertretung den Jugendlichen nach dem holprigen Start zugesichert hatte, sie künftig mehr unterstützen zu wollen, ist davon in der Praxis bis auf wenige Ausnahmen kaum etwas zu merken.

Zumindest wird sich wahrscheinlich schon im Frühjahr ein lang ersehnter Wunsch der Treptower Jugend erfüllen. Gemeinsam mit ihnen soll auf dem Klosterberg ein neuer Treffpunkt gestaltet werden, wo sie mit Freunden ihre Freizeit verbringen können.

Der ursprüngliche Gedanke hinter der Arbeitsgruppe zielte neben solchen Projekten allerdings noch in eine ganz andere Richtung: Die jungen Leute sollen lernen wie Kommunalpolitik funktioniert und bei Entscheidungen zur Stadtentwicklung, die sie direkt betreffen, mitbestimmen dürfen. In welcher Form das künftig möglich sein kann, soll noch in dieser Woche bei einem Treffen zwischen den erwachsenen Mitgliedern und der Verwaltung geklärt werden.

Einladung von Landes- und Bundespolitikern denkbar

Wenn es nach Roman Krepelin (Altentreptower Wählergemeinschaft) geht, wäre es eine Überlegung wert, die KGS in weitere Planungen mit einzubeziehen. So könne er sich gut vorstellen, in Absprache mit der Schulleitung ein unterrichtsbegleitendes Ganztagsangebot ins Leben zu rufen, bei dem Stadtvertreter verschiedener Fraktionen den Kindern und Jugendlichen in einer AG abwechselnd Einblicke in ihre kommunalpolitische Arbeit geben.

„Die Schüler haben dann nicht nur die Möglichkeit, Fragen zu stellen, sondern lernen auch, wie man beispielsweise einen Antrag erarbeitet“, äußert Krepelin erste Ideen.

Denkbar sei es zudem, Landtags- und Bundestagsabgeordnete einzuladen, damit die Ideen und Ansichten der Schüler über die Grenzen von Altentreptow hinaus Gehör finden. „Und wer weiß, vielleicht wird bei einigen sogar das Interesse geweckt, sich später selbst politisch zu engagieren“, meint Krepelin.

Ein Vorschlag, der laut Bürgermeisterin Claudia Ellgoth schon einmal im Raum stand und nicht völlig neu ist. Trotzdem würde sie dieser alternativen Option offen gegenüberstehen, wenn am Ende ein zielorientiertes Ergebnis dabei herauskommt.

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„Entscheidend ist, dass wir die breite Masse erreichen, also Schüler aus mehreren Klassenstufen für die Mitarbeit begeistern, damit verschiedene Aspekte, die die junge Generation beschäftigen, bei der Entscheidungsfindung von Politik und Verwaltung berücksichtigt werden können. Nur so lässt sich Jugendbeteiligung langfristig etablieren“, betont die Rathauschefin.

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