Noch ist nicht entschieden, ob es für die Sanierung des Mauerstücks am Brandenburger Tor die beantragten 100.000 Eur
Noch ist nicht entschieden, ob es für die Sanierung des Mauerstücks am Brandenburger Tor die beantragten 100.000 Euro aus dem Landesprogramm Denkmalpflege gibt. Tobias Holtz
Baudenkmal

Wie geht es weiter mit Altentreptows Stadtmauer?

Obwohl weiter unklar ist, ob es jemals Fördergelder für die Sanierung des Mauerstücks geben wird, will die Stadtverwaltung jetzt nicht länger auf eine Entscheidung warten.
Altentreptow

Weder die städtischen Fraktionen noch der Treptower Heimatverein haben damit gerechnet, dass sich die von ihnen angestoßene Instandsetzung des über 500 Jahre alten Stadtmauerrestes als nicht enden wollende Geduldsprobe entpuppt. Obwohl sie die Verwaltung in nahezu jedem Fachausschuss gebetsmühlenartig darum baten, wenigstens eine vorübergehende Notsicherung des Baudenkmals vornehmen zu dürfen, wurden sie immer wieder vertröstet. Denn aus dem Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege kam die eindeutige Ansage, damit bis zur endgültigen Förderentscheidung zu warten, sonst könnte es unter Umständen passieren, dass der gestellte Antrag über 100.000 Euro von vornherein nicht berücksichtigt wird.

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Genehmigung für Sanierung liegt schon vor

Fakt ist, dass die eingereichten Anträge das vorhandene Fördervolumen um ein Vielfaches übersteigen. Der Verwaltung blieb also nichts anderes übrig, als in den vergangenen Monaten immer wieder bei der Behörde in Schwerin nachzuhaken – bislang ohne Erfolg. „Es ist nach wie vor nicht sicher, ob und in welcher Höhe wir eine finanzielle Unterstützung bekommen. Deswegen wollen wir uns jetzt mit Dr.  Jan Schirmer noch mal vor Ort treffen und gemeinsam mit allen Initiatoren abstimmen, in welcher Form sich die Sanierung mit den anderen 100.000 Euro, die wir im Haushalt eingestellt haben, und mithilfe der geplanten Sponsoring-Aktion realisieren lässt“, machte Bürgermeisterin Claudia Ellgoth auf Anfrage deutlich.

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Die denkmalschutzrechtliche Genehmigung dafür lege bereits vor. Zusätzliche Gelder sollen über die geplante Sponsoring-Aktion generiert werden. Sobald Einigkeit erzielt wurde, will sich die Verwaltung schnellstmöglich um die Ausschreibung der Planungsleistungen kümmern.

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