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Wie geht es weiter mit der Haftanstalt in Neubrandenburg?

Das Justizministerium hat noch nicht entschieden, ob das Gefängnis in Neubrandenburg geöffnet bleibt.
Das Justizministerium hat noch nicht entschieden, ob das Gefängnis in Neubrandenburg geöffnet bleibt.
A3390 Kay Nietfeld

Die Anstaltsmitarbeiter stehen vor einer ungewissen Zukunft. Die Kriminalität geht zurück, eine Schließung des Gefängnisses wird diskutiert. Doch eine Entscheidung blieb bislang aus.

Die Gefängniswärter im Nordosten fordern eine Entscheidung über die Zukunft der Justizvollzugsanstalt in Neubrandenburg. Die Anstaltsmitarbeiter bräuchten Klarheit für ihre Lebensplanung, teilte der Landesverband des Bundes der Strafvollzugsbediensteten (BSB) am Montag mit. Eine solche Entscheidung würde auch positive Wirkungen auf den Personalmangel in Gefängnissen für erwachsene Straftäter in Bützow (Landkreis Rostock), Waldeck bei Rostock und Stralsund bedeuten. Laut Verband fehlen etwa 40 bis 50 Wärter, das Ministerium sieht etwa 30 offene Stellen.

Über eine Schließung der Neubrandenburger Haftanstalt, die zu Ende der DDR-Zeit für die Staatssicherheit gebaut worden war, wird im Nordosten immer wieder diskutiert. Anlass ist der Rückgang der Kriminalität unter anderem wegen der alternden Gesellschaft. Ein Sprecher des Schweriner Justizministeriums erklärte, dass noch keine Entscheidung darüber gefallen sei. Derzeit sei dies auch nicht absehbar.

Der der Landesverband hat nach eigenen Angaben rund 320 Mitglieder, etwa die Hälfte der Vollzugsbediensteten im Nordosten. Als letzte Haftanstalt war vor Jahren der offene Vollzug in Ueckermünde (Kreis Vorpommern-Greifswald) aufgegeben worden.

Kommentare (2)

Unsinn, dahinter verbirgt sich wieder mal ein Stellenabbau. Vom Innenministerium geschönte Statistik. Wie alles was sich den Interessen der Länderregierungen zurecht konstruiert wird, damit man es der Bevölkerung verkaufen kann. Wer weiß,was sonst noch dahinter steht.

Ein weiterer Umstand,scheint zu sein,dass sie STA auch bei mittelschwerer Kriminalität auf einen Haftantrag verzichtet. Es ist für mich und bestimmt auch andere unverständlich,dass man Täter,die andere mit einer Waffe verletzen nicht in Haft nimmt. Ein weiteres Übel ist,dass Asylunterkünfte als feste Wohnsitze gelten. Mit dieser Einstellung ist es nur möglich,dass Haftanstalten nicht voll belegt sind und deshalb geschlossen werden können. Das spart natürlich Geld und Personal !