Ideen für Innenstadtbelebung

Wie kann die Innenstadt Treptows belebt werden?

Es braucht Ideen, um das Leben in der Stadt zu erhalten. Und die gibt es, in einigen Regionen sind sie bereits umgesetzt. Altentreptow gehört noch nicht dazu. Deshalb hat Stadtvertreterin Silva Keitsch jetzt einen entsprechenden Antrag eingereicht.
Seit der Wende wird der Leerstand in Altentreptows Stadtkern immer umfänglicher. Fünf Geschäfte mit beachtliche
Seit der Wende wird der Leerstand in Altentreptows Stadtkern immer umfänglicher. Fünf Geschäfte mit beachtlicher Sogwirkung auf die Kunden haben sich allein in diesem Jahr verabschiedet. Die Politik versucht nun gegenzusteuern. Danilo Vitense
Altentreptow

Die einen nennen es Belebung oder Wiederbelebung der Innenstadt, andere sprechen von einer Stärkung der ortsansässigen Händler und Unternehmen. Eines haben alle Initiativen gemeinsam: Sie zielen darauf ab, die regionalen Händler, Gastronomen und Unternehmen in den Fokus zu heben, die Kundschaft zum Geld ausgeben vor Ort anzuregen. Damit nicht noch mehr Geschäfte von der Bildfläche verschwinden und die Flaniermeilen zunehmend veröden. Ein Trend, der in den vergangenen Jahren in Altentreptow bereits weit fortgeschritten ist, wie allein ein Blick in die Unterbaustraße zeigt.

Seit der Wende wird der Leerstand hier immer umfänglicher. Haben sich allein in diesem Jahr fünf Läden mit beachtlicher Sogwirkung auf die Kunden verabschiedet. Eine Entwicklung, die auch bei den Stadtpolitikern nicht spurlos vorbeigeht, zunehmend mit Sorge betrachtet wird und einige von ihnen auf den Plan ruft. Jetzt zum Beispiel die Stadtvertreterin Silva Keitsch.

Regionale Angebote im Netz präsentieren

Unter der Überschrift „Unterstützung der lokalen Gewerbetreibenden in unserer Stadt“, hat sie kürzlich einen entsprechenden Antrag beim Stadtvertretervorsteher Gerhard Quast eingereicht, der besagte Belebung der Innenstadt zum Ziel hat. Geschäfte ohne Kunden, Gastwirte ohne Gäste, Unternehmen ohne Aufträge, dieser Zustand ist aus Sicht von Stadtvertreterin Silva Keitsch trotz Unterstützungen von Land und Bund nur schwer zu meistern. Deshalb sollte Altentreptow nichts unversucht lassen, wie sie anführt. „Warum nicht Ideen aufgreifen, die in anderen Regionen bereits umgesetzt werden?“, so Keitsch.

Beispielsweise das Format „Online Präsens schafft offline Frequenz“. Die Stadt könnte etwa auf ihrer Internet- beziehungsweise Facebook-Seite regionale Angebote präsentieren, dekorierte Schaufenster abbilden, über Bestell- und Liefermöglichkeiten informieren.

„Angebote könnten so online gebündelt dargestellt werden, das Interesse möglicher Kunden geweckt“, sagt sie. Es sei eine schnell umsetzbare Maßnahme. In einer ihrer kommenden Sitzungen wird sich die Stadtvertretung nun mit diesem Antrag auseinandersetzen.

CDU will Ratschläge von dritter Seite einholen

Ein gutes Stück weiter ist bereits ein Antrag der CDU-Fraktion, der auf die Durchführung einer Veranstaltung zur Wiederbelebung der Innenstadt pocht. Auf der Oktober-Sitzung wurde dieser mehrheitlich von den Stadtvertretern angenommen. Eine Expertenrunde mit Vertretern von der IHK, der Wirtschaftsförderung und den Hochschulen soll nun Strategien entwickelt, wie Treptows Innenstadt wiederbelebt werden kann. „Ziel soll es sein, Rat, Vorschläge und Möglichkeiten von dritter Seite zu erhalten“, so CDU-Fraktionschef Thomas Kraft.

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