WORKSHOP FÜR NEUBRANDENBURGER

Wie soll er aussehen, der Bahnhofsvorplatz?

Der Bahnhofsvorplatz wird saniert und die Neubrandenburger können mitreden. Die Stadt richtet dafür in der kommenden Woche einen Workshop aus, bei dem die Bürger ihre Vorstellungen einbringen dürfen.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Während die Stargarder Straße bald in neuem Glanz erstahlt, wird es beim Bahnhofsvorplatz noch etwas dauern.
Während die Stargarder Straße bald in neuem Glanz erstahlt, wird es beim Bahnhofsvorplatz noch etwas dauern. Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

Viele Orte der Innenstadt werden derzeit aufgehübscht. Die Stargarder Straße, der Friedrich-Engels-Ring, die Bahnsteige am Bahnhof. Jetzt soll es einem Schandfleck an den Kragen gehen, der vielen Neubrandenburgern ein Dorn im Auge ist: der Bahnhofsvorplatz. Rund 1,5 Millionen Euro sind laut aktuellem Entwurf im kommenden Haushalt der Stadt dafür vorgesehen, um den Platz neu zu gestalten. Dabei können die Neubrandenburger ein Wörtchen mitreden und eigene Vorschläge einbringen. Zu diesem Zweck lädt die Stadt für den 22. November zu einem Workshop ins Rathaus. Unter dem Titel „Drehkreuz Bahnhof Neubrandenburg“ sollen sich die Bürger ab 17.30 Uhr im Sitzungssaal „aktiv in die Mitgestaltung“ des Bahnhofsvorplatzes einbringen können, wie Stadtsprecherin Anett Seidel dem Nordkurier sagte. Dabei geht es unter anderem darum, den aktuellen Zustand sowie zukünftige Wege der Entwicklung aufzuzeigen.

Derzeit gibt der Bahnhofsvorplatz ein eher trauriges Bild ab und taugt herzhaft wenig, um Besuchern einen guten Eindruck zu vermitteln, wenn sie etwa zum ersten Mal aus dem Bahnhofsgebäude treten. Das Pflasterstein ist holprig und weist Schlaglöcher auf, die es etwa Rollstuhlfahrern schwer machen, zum Bahnhofsgebäude zu gelangen. Leere Beete und Blumenkübel machen das Ganze auch nicht schöner. Hinweistafeln und Beleuchtung haben auch schon bessere Zeiten gesehen. Verbesserungswürdig zeigt sich die Situation bei den überdachten Fahrradstellplätzen, die am Rand des Areals ein Schattendasein fristen. Toilette? Fehlanzeige!

Das Bahnhofsgebäude selbst hat auch schon bessere Zeiten gesehen und braucht mehr als einen neuen Anstrich. Wie in der Stadtvertretung zu hören war, plant die Bahn aber Bauarbeiten am Gebäude. In den vergangenen zwei Jahren wurde der Bahnhof Neubrandenburg mit Millionenaufwand umfassend modernisiert. Das Gebäude blieb aber zunächst außen vor.

Vielmehr entstanden zwei neue Mittelbahnsteige, die über einen hellen und freundlichen Fußgängertunnel zu erreichen sind. Dessen Ausgang wird von der Stadt über provisorische Fußgängerwege an die Heiden- sowie Fasanenstraße angebunden, wenn die Mittelbahnsteige wieder eröffnet werden. Das sollte eigentlich im November geschehen. Ein konkreter Termin steht allerdings noch nicht fest und war von der Bahn trotz mehrmaliger Nachfragen zunächst nicht in Erfahrung zu bringen.

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Kommentare (1)

Kein Geld für Neugestaltung, sauber halten,und fertig. Eine Nebenstrecke braucht keinen sanierten Bahnhof. Neubrandenburg wurde die die Landesregierung schon gleich nach der Wende zum Dorf degradiert. Wenn Schwerin könnte, würden sie eure Konzertkirche auch noch wegholen, was zum Glück nicht möglich ist. Und der Olympiastützpunkt geht 2020 auch nach Schwerin, Wetten. Der Osten MV's wird ausgeschlachtet.