FREITAGSFLAUSCH

▶ Wie zwei kleine Kater einen Teenager zum Wahnsinn treiben

Der Sohn unseres Reporters Frank Wilhelm wollte es so: Statt Urlaub mit den Eltern Urlaub daheim mit den beiden Katzenbabys. Die sind zwar wirklich flauschig – aber nicht ganz leicht zu haben.
So haben wir Charly (links) und Tommy am liebsten – schafend.
So haben wir Charly (links) und Tommy am liebsten – schafend. Frank Wilhelm
Die beiden Brüder machen fast alles gemeinsam – auch den Gang aufs Klos
Die beiden Brüder machen fast alles gemeinsam – auch den Gang aufs Klos Frank Wilhelm
Wer viel tobt, der braucht auch mal seine Ruhe.
Wer viel tobt, der braucht auch mal seine Ruhe. Frank Wilhelm
Charly auf Abwegen im Vogelhaus.
Charly auf Abwegen im Vogelhaus. Frank Wilhelm
Wann gibt es denn endlich mal wieder was zu fressen, fragt sich der Racker Tommy.
Wann gibt es denn endlich mal wieder was zu fressen, fragt sich der Racker Tommy. Frank Wilhelm
Neubrandenburg.

„Das kann doch nicht wahr sein! Charly, hau ab? Igitt? Hast Du etwa schon wieder ins Wohnzimmer gemacht!? Tommy, weg da! Du musst doch jetzt nicht noch an Charlys Scheiße riechen!” Otto klingt am Telefon wie kurz vorm Kollaps. Charly und Tommy treiben ihn zum Wahnsinn. Zwei kleine Kater, gerade mal zwei Monate alt. Ganz, ganz, ganz doll niedlich – allerdings längst nicht stubenrein.

+++ Mehr Freitagsflausch gibt's hier +++

„Ich kann jetzt nicht weiter telefonieren. Ich muss erst mal sauber machen. Charly, nein! Nicht schon wieder ...” Das Gespräch bricht ab. Meine Frau und ich schauen uns sorgenvoll an. Ich versuche zu witzeln: „Otto macht sauber – ist das wirklich unser Sohn?” Wir sitzen gemütlich bei einem trockenen Riesling mitten in einem Weinberg über der Elbe bei Dresden. Herrlich! „Hast Du ein schlechtes Gewissen, weil wir Otto mit den Katzen allein gelassen haben”, frage ich mein Holde. Sie überlegt kurz. „Nur ein bisschen. Er hat es ja selbst so gewollt!”

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Wahre Liebe unter Katzen-Brüdern.

Ein Beitrag geteilt von Frank Wilhelm (@frankwilhelm1963) am

Genau, und wir schlagen unserem Pubertier natürlich keinen seiner Wünsche ab. Er wollte nicht mehr mit seinen alten Eltern in den Urlaub fahren. Jetzt hat er die gerade erst in die Familie aufgenommenen kleinen Racker an den Hacken, die leider das eine oder andere Wehwechen plagt: Katzenschnupfen und Milben in den Lauschlappen bei beiden. Bindehautentzündung und Durchfall bei Charly. Zu den Mahlzeiten geht es bei uns zu wie bei der Sprechstunde in der Grippezeit. Dreimal täglich Medikamentengabe für alle. „Otto bräuchte jetzt auch was – Beruhigungstropfen”, meine ich.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Katzenalarm mit Tommy und Charly, 3 Monate alt.

Ein Beitrag geteilt von Frank Wilhelm (@frankwilhelm1963) am

Otto allein in Neubrandenburg? Zum Glück nicht. Gott sei dank gibt es die Oma „Ferdinandshof” und die Oma „Neubrandenburg”. Die beiden Samariterinnen rücken zeitversetzt an: Mit Geduld, Wischlappen und Mittagessen – ganz wichtig für Otto. Die Großmamas retten seine Ferienwoche. Er kann sich ganz aufs Kuscheln mit den Katzen konzentrieren. Wir gönnen uns einen zweiten Wein zu Ehren der hilfreichen Großeltern dieser Welt. „Ein Prosit auf die Omas”, sagt meine Frau. „Das haben sie sich auf jeden Fall verdient.”

Mehr Geschichten von Otto gibt es im Buch "Papa-Kolumnen: Freud und Leid des Vater-Seins", erhältlich auf mecklenbook.de.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neubrandenburg

Kommende Events in Neubrandenburg (Anzeige)

zur Homepage

Kommentare (1)

...sind diese kleinen Kater also.
Und anscheinend doch schon von ihrer Mutter getrennt.
Darüber hätte sich der Autor vielleicht auch mal etwas ernstere Gedanken machen können.
Kein Wunder jedenfalls daß die armen Tierchen nur schwer stubenrein werden.