Am Montag werden in mehreren Städten in Mecklenburg-Vorpommern wieder Proteste erwartet. Wie Sprecher von Polizei und Kom
Am Montag werden in mehreren Städten in Mecklenburg-Vorpommern wieder Proteste erwartet. Wie Sprecher von Polizei und Kommunen angaben, sind wie vor einer Woche in zahlreichen Orten friedliche Kundgebungen geplant – etwa in Neubrandenburg, Waren, Wismar, Rostock und Parchim sowie erstmals auch in Schwerin. Tim Prahle/Archiv
Demos am Montag

Wieder Proteste gegen Energiepreispolitik in MV geplant – Habeck in Lubmin

In Mecklenburg-Vorpommern werden am Montagabend wieder Protestaktionen gegen stark gestiegene Energie- und Lebensmittelpreise erwartet – auch in Schwerin.
dpa
Neubrandenburg

Wie Sprecher von Polizei und Kommunen angaben, sind wie vor einer Woche in zahlreichen Orten friedliche Kundgebungen geplant – etwa in Neubrandenburg, Waren, Wismar, Rostock und Parchim sowie erstmals auch in Schwerin. In der Landeshauptstadt wollen Teilnehmer unter dem Motto „Energie- und Nahrungsmittelversorgung sichern, Sanktionen und Inflation stoppen“ durch die Innenstadt ziehen, wobei an der Staatskanzlei auch eine Kundgebung geplant ist.

In den letzten Tagen waren die Teilnehmerzahlen bei solchen Protesten stark gestiegen. So kamen vor einer Woche bereits rund 5800 Menschen in etwa 18 Städten zusammen, mehr als doppelt so viele wie vorher. Am Donnerstag hatten rund 2500 Menschen bei einer Unternehmer-Demo in Neubrandenburg dringend Entlastungen bei den Energiepreisen für Unternehmen und Verbraucher verlangt. MV-Regierungschefin Manuela Schwesig hatte den Teilnehmern zugesichert, sich weiter intensiv bei der Bundesregierung in Berlin für eine Deckelung des Grundbedarfes bei Energie und Gas einzusetzen.

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Wirtschaftsminister Habeck mit Ministerpräsidentin Schwesig in Lubmin

Am Montagvormittag um 10.45 Uhr wird am künftigen Terminal-Standort für Flüssigerdgas (LNG) in Lubmin in Vorpommern Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) zu einem Besuch erwartet. Bei einem Treffen mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) soll es um die dortigen Pläne zum Import von LNG gehen.

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Lubmin an der Ostsee-Küste ist einer mehrerer Standorte, an denen per Schiff geliefertes LNG künftig angelandet werden soll, um russisches Pipeline-Gas zu ersetzen. Das Unternehmen Deutsche Regas will schon in Dezember Flüssiggas in Lubmin ins Netz einspeisen. Zudem planen der Energiekonzern RWE und das norwegische Unternehmen Stena-Power einen Ausbau des Standorts. Ein vom Bund gechartertes Terminal in Lubmin soll bis Ende 2023 einsatzbereit sein.

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