MINI-DEMO

Windkraftgegner rücken Planern auf die Pelle

Um ihre Einstellung gegen die Windkraft zu zeigen, haben sich Windkraftgegner am Mittwoch vor der Geschäftsstelle des Planungsverbandes versammelt.
Tim Prahle Tim Prahle
Ein Hauch von Demo: mit Plakat in der Hand und Wut im Bauch versammelten sich die WIndkraftgegner vor der Geschäftstelle des Planungsverbandes.
Ein Hauch von Demo: mit Plakat in der Hand und Wut im Bauch versammelten sich die WIndkraftgegner vor der Geschäftstelle des Planungsverbandes. Tim Prahle
Viele hatten Spruchbänder mitgebracht.
Viele hatten Spruchbänder mitgebracht. Tim Prahle
Mit Plakat in der Hand und Wut im Bauch versammelten sich die Windkraftgegner. 
Mit Plakat in der Hand und Wut im Bauch versammelten sich die Windkraftgegner. Tim Prahle
Neubrandenburg.

„Sie hätten es auch einfach in den Briefkasten werfen können.“ Christoph von Kaufmanns erste Reaktion wirkt noch etwas abweisend. Der Geschäftsstellenleiter des Regionalen Planungsverbandes Mecklenburgische Seenplatte empfing am Mittwochnachmittag unerwarteten Besuch. 36 Windkraftgegner hatten sich vor dem Bürogebäude in der Oststadt Neubrandenburgs versammelt.

Gemeinsam wollten sie zum Ende der dritten Beteiligungsrunde ihre Stellungnahmen zur Ausweisung neuer Windkrafteignungsgebiete abgeben. Das Ganze war ein symbolischer Akt, zu dem die Partei Freier Horizont aufgerufen hatte. „Es ist keine Demo, sondern ein lose verabredetes Treffen von Bürgern mit gemeinsamen Anliegen“, sagte deren Vorsitzender Norbert Schumacher gleich zu Beginn.

Kritik an Öffentlichkeitsarbeit des Planungsverbands

Neben der Dokumentenübergabe beinhaltete dieses Anliegen auch den Dialog mit von Kaufmann. Der zeigte sich schnell offen für das Gespräch, bemühte sich, die Rolle des Planungsverbandes und seiner Geschäftsstelle zu erklären und hörte sich geduldig alle Sorgen der angereisten Windkraftgegner an.

Und davon gab es einige. Zum Beispiel die Form der Öffentlichkeitsarbeit: „Es liegt in Ihrer Verantwortung, Aushänge zu machen, die die Menschen auch verstehen“, sagte eine Frau, die wie so viele mit Plakat ausgestattet extra aus einer kleineren Gemeinde angereist war. Die Überproduktion an Strom und die mutmaßliche Chancenlosigkeit gegen „gekaufte Gutachten“ der Befürworter waren weitere Aspekte, die den Gegnern auf der Seele brannten.

Warum nicht an den Landtag richten?

Von Kaufmann erörterte, dass die Geschäftsstelle vor allem für die Steuerung des Prozesses zuständig und gar nicht der richtige Ansprechpartner für politische Forderungen sei. „Da müssen Sie sich dann an den Petitionsausschuss des Landtages richten.“ Und das haben die Windkraftgegner jetzt vor.

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