BAURBEITEN AUF DEM DATZEBERG

Wird in Neubrandenburg eine Moschee gebaut?

Seit Wochen gibt es eine Groß-Baustelle auf dem Neubrandenburger Datzeberg, von der offenbar kaum jemand weiß, was dort gebaut wird. Die Rede ist von einer Moschee.
Seit Dezember existiert auf dem Datzeberg zwischen Datzecenter und Grundschule diese Baustelle, die die Aufmerksamkeit auf sic
Seit Dezember existiert auf dem Datzeberg zwischen Datzecenter und Grundschule diese Baustelle, die die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Paulina Jasmer
Neubrandenburg.

Auf dem Datzeberg haben Bauleute derzeit Hochkonjunktur. Auf der Fläche zwischen Datzecenter und Grundschule sind unzählige Handwerker unterwegs, kümmern sich gerade um die Bewehrung. Der Kran kreist, Trubel an allen Ecken und Enden. Vorbeilaufende Passanten beäugen das Geschehen allerdings mit Argwohn.

Zahlreiche Zuschriften und Anrufe haben den Nordkurier erreicht. „Bisher war es üblich, dass bei allen Baumaßnahmen ein Bauschild mit Adressen des Bauherren und der ausführenden Firmen aufgestellt werden musste“, schreibt beispielsweise Andreas Kaufmann. Christian Rietzke kritisiert, dass Lkw die Straße zuparkten. Ein sicherer Weg zur Schule scheint auf Seiten der Baustelle an der Rasgrader Straße nicht immer möglich. Und Sigrid Mühlenbeck nennt das Gerücht beim Namen: „Viele denken, dass da eine Moschee gebaut wird!“ Die Geheimnistuerei rund um die Baustelle bringe die Gerüchteküche auf dem Datzeberg zum Brodeln.

Bauherr ausfindig gemacht

Recherchen des Nordkurier haben ergeben, dass dort keine Moschee entsteht, sondern eine Pflegeeinrichtung. Hierzu konnte der Nordkurier auch den Träger ermitteln, kein hiesiger, sondern eine Hamburger Firma namens „KerVita“. Von einem Senioren-Zentrum auf dem Datzeberg ist die Rede; mit 129 stationären Pflegeplätzen, sowie eine Tagespflege mit Platz für bis zu 30 Tagesgästen. Hinsichtlich der Suche nach einem Bauschild samt Bauherren soll es bald eines zu sehen geben.

Im Dezember hatte es den ersten Spatenstich gegeben. Nach Informationen des Nordkurier war das Grundstück mit mehreren tausend Quadratmetern im vergangenen Jahr an einen Privatmann verkauft worden. „KerVita“ baut das Zentrum, das im Frühjahr 2021 fertig sein soll. Dafür sollen laut einer Sprecherin zehn Millionen Euro, inklusive Mobiliar, investiert werden. Das Zentrum soll über eine eigene Wäscherei verfügen, um die Bewohnerwäsche zu waschen. Weiterhin wird es eine Vollküche zur Versorgung der Bewohner geben. Zukünftig arbeiten 100 Beschäftigte im Senioren-Zentrum. Es würden Mitarbeiter im Bereich Pflege, Servicekräfte, Reinigung, Wäscherei, Hauswirtschaft und Haustechnik gesucht. Die KerVita-Gruppe plant, baut und betreibt nach eigenen Angaben moderne Senioren-Zentren. Sie verfügt aktuell über 17 Standorte und einen ambulanten Pflegeangebot in Norddeutschland, mit bundesweit 1600 Mitarbeitern.

Namen für Einrichtung gesucht

Für das neue Zentrum auf dem Datzeberg ruft das Unternehmen einen Ideenwettbewerb aus. Wie soll das Zentrum heißen? Gesucht wird ein Name, der optimalerweise einen Lokalbezug herstellt. Unter allen Einsendern wird ein Gutschein – ein Kurztrip nach Hamburg mit einer Hotelübernachtung im Doppelzimmer mit Frühstück und Musicalbesuch für zwei Personen zu einem Termin eigener Wahl – verlost.

Einsendungen unter dem Kennwort „Wettbewerb“ an KerVita, per E-mail an info@kervita.de oder postalisch an die KerVita Betriebs GmbH, Kuehnstraße 71 D in 22045 Hamburg. Der Einsendeschluss ist der 31. März.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neubrandenburg

Kommende Events in Neubrandenburg

zur Homepage

Kommentare (12)

Guten Tag Frau Jasmer, was soll diese provokante und unsinnige Überschrift? Ist es mal wieder Zeit ein paar "Nazis" aus der Reserve zu locken? Ein allgemeiner Bericht über dieses Bauvorhaben hätte dem geneigten Leser mit Sicherheit auch genügt. Einen schönen Tag noch.

Wieso blödsinnig?! :-):-) Der Aufhänger gibt doch lediglich die offensichtlichen Befürchtungen und Sorgen der Anwohner und Bürger wieder. Somit macht er das zum Thema, um was es tatsächlich geht. Es liegt immer am Leser selbst, was er für sich aus diesem Artikel herauszieht.....der Blickwinkel kann doch jederzeit verändert werden. Denn das Bauvorhaben ist in diesem Artikel die Nebensache. Und "allgemeine Berichte" gibt es doch nun wirklich genügend. :-):-):-)
Ich danke Frau Jasmer für diesen allumfassenden Bericht, der Neugier ist nun Genüge getan.:-)

Es wird über Sorgen und Befürchtungen rhabarbert und der Hinweis verbreitet, dass es den Sorgenkindern nicht um das wirkliche Bauvorhaben geht. Da hat Neubrandenburg Glück gehabt, dass keine Gerüchte, Befürchtungen und Sorgen über einen Synagogen- oder Pagodenbau die Runde machten.

ein neugierig machender Aufmacher, der das schlimmste befürchten lässt, und geradezu zum Draufklicken und Bericht durchlesen zwingt, wie es sonst immer die Bild-Zeitung macht.

Jeder mag gerne umsorgt werden OK, aber warum schlimmste Befürchtungen?

Was soll an einer Moschee denn schlimm sein? Achja... Was der Bauer nicht kennt das Frist er nicht... Verstehe... Geht doch mal zu einem Tag der offenen Tür in eine Moschee oder Synagoge und lernt etwas mehr Weltoffenheit...

Neubrandenburg könnte gut eine Synagoge und eine Moschee gebrauchen

Lieber NK, warum muss ich erst über alte Nachrichten scrollen um zu den Kommentaren zu gelangen. Als Onlinekunde hat man das alles schon gelesen, bzw ignoriert. War schon mal besser!!!

Damit man die kommentarfunktion aus dem aktuellen scrollfeld herusbekommt und mancher schon vorher aufgibt.demnächt wird diese rubrik ganz wegfallen, weil viele keine andere meinung ertragen können als ihre eigene...

Netto76 hat völlig recht mit seiner Anmerkung zur Platzierung der Kommentare, ich hatte dies auch bereits mehrfach kritisiert.

Zum Thema: Es ist einfach unglaublich wie hier von Seiten des Nordkuriers in der Überschrift rechtspropandistische Hetze getrieben wird, Und dies auch noch wider besseres Wissen, wie der Artikel selbst aufklärt
Leider ist es beim Nordkurier in lden letzten Jahren wieder so, das man sich an seine Ursprünge im Journalismus erinnert, und die waren ja bekanntlich vor 1989.
Dank an Arif_und_Claudia für Ihren Beitrag.

Nein, es ist nur Arif, der da schreibt. Claudia muss, aller Wahrscheinlichkeit nach, mittlerweile ein Kopftuch tragen, darf nur noch mit Verwandten das Haus verlassen und von öffentlicher.Meinungsbildung wollen wir erst gar nicht anfangen zu reden.

Verdammte Autokorrektur, es sollte Meinungsbekundung heißen.

Wie ist das Leben so, wenn man sich von Vorurteilen aufgefressen lässt? Schon bedauerlich wie klein Ihre Welt doch scheint.. Als nächstes kommen sicher wieder rechte Quellen zum Thema "Kopftücher" von Ihnen oder?

Dass diese Geste der Toleranz gegenleistungslos ist und in eine kulturelle Einbahnstraße führt.
Aber lernen sollt ihr, fordert mal im Islam, dort eine Kirche zu bauen, viel Spaß und ein langes Leben!

Wie sagte schon der alte Platon?
Niemand wird mehr gehasst, als der, der die Wahrheit sagt!