Die Mietpreise entwickeln sich in Neubrandenburg teils je nach Stadtviertel und Ausstattung unterschiedlich. Kleine gediegene
Die Mietpreise entwickeln sich in Neubrandenburg teils je nach Stadtviertel und Ausstattung unterschiedlich. Kleine gediegene Wohnungen oder auch große gehobene Neubauten sind gefragt, alte DDR-Plattenbauten von vor 1970 weniger. Fotograupner/Adobe Stock
Neuer Mietspiegel

Wo wohnt man in Neubrandenburg am günstigsten?

Was kostet der Quadratmeter? Der neue Mietspiegel zeigt die Preisentwicklung in Neubrandenburg. Wo ist es am günstigsten – und wo steigen die Wohnkosten.
Neubrandenburg

Die Wohnungsmietpreise in Neubrandenburg kratzen an der Marke von zehn Euro pro Quadratmeter. Wie aus dem neuen Mietspiegel für den Zeitraum von 2022 bis 2024 hervorgeht, sind im Stadtgebiet West für große und sehr gut ausgestattete Neubauten zwischen 7,50 und 9,89 Euro pro Quadratmeter zu zahlen.

Das Stadtgebiet West, welches unter anderem die Wohngebiete Broda und Weitin sowie das Jahn- und Rostocker Viertel umfasst, löst damit das Katharinenviertel als Quartier mit Spitzenmietpreisen ab. Im Mittelwert bleiben das Katharinenviertel (8,38 Euro) sowie die Innenstadt (8,27 Euro ) in diesem Wohnungssegment aber etwas teurer als das Stadtgebiet West (8,20 Euro).

Am günstigsten sind diese Wohnungen aus DDR-Zeiten

Doch es geht auch deutlich billiger in der Vier-Tore-Stadt und die moderaten Mieten verteuern sich nur leicht im Vergleich zum Mietspiegel 2020. Am günstigsten ist die ortsübliche Vergleichsmiete dem neuen Mietspiegel zufolge im Reitbahnviertel: mit einem Mittelwert von 3,53 Euro pro Quadratmeter für einfache Wohnungen aus DDR-Zeiten in mittlerer Größe. Für den Datzeberg wurde ein Mittelwert in diesem Segment von 4,06 Euro errechnet, für die Oststadt 4,33 Euro pro Quadratmeter.

Der Berechnung des Mietspiegels 2022 liegen laut Stadt Angaben von knapp 19.200 Wohnungen zugrunde, gut 4000 mehr als noch 2020. Die Stadtverwaltung erstellt zusammen mit Interessenvertretern der Vermieter und Mieter regelmäßig einen sogenannten qualifizierten Mietspiegel. Dieser ist ein Überblick über die ortsübliche Vergleichsmiete, welcher alle zwei Jahre den Marktpreisen anzupassen ist, und Orientierung bieten soll, ob etwa eine geforderte Mieterhöhung gerechtfertigt ist.

Mehr lesen: Darum sind Wohnungen in Neubrandenburg knapp

Zukünftige Datenabgabe ist verpflichtend

Mieten gilt in Neubrandenburg als vergleichsweise günstig. Aufgelistet wird in dem Mietspiegel die Nettomiete pro Quadratmeter Wohnfläche. Dem Papier zufolge haben die ortsüblichen Vergleichsmieten binnen zwei Jahren stadtweit in den meisten Wohnungssegmenten etwas zugelegt, wobei eine Vergleichbarkeit nicht immer gegeben ist, weil beispielsweise das freiwillige Meldeverhalten der Vermieter unterschiedlich ausfallen kann oder sich die Datenbasis ändert.

Teils deutlich gestiegen sind im Vergleich zum Mietspiegel 2020 so etwa die Preise für sehr gut ausgestattete große Wohnungen. Auch für in der Single-Stadt Neubrandenburg gefragte kleine Mietwohnungen verzeichnete der Mietspiegel großteils leichte Mieterhöhungen.

Gesunken sind im Vergleich zu 2020 die Vergleichsmieten für einfache Wohnungen mit kleiner, mittlerer und großer Fläche in alten Bauten, die vor 1970 erstellt wurden. Etwas billiger wurde es auch bei guten oder sehr großen Wohnungen mit über 70 Quadratmeter Fläche, die in der Zeit von der Wiedervereinigung bis 2013 errichtet wurden.

Angaben letztmalig freiwillig

Für den ab 1. Juni geltenden Mietspiegel waren Vermieter, die zum Stichtag 31. Dezember 2021 mehr als zwei Wohnungen innerhalb der Stadt vermietet haben, gebeten worden, die erforderlichen Daten zu ihren Mietobjekten an die Verwaltung zu übermitteln. Die Stadt wies darauf hin, dass dies letztmalig freiwillig war. Mit der Reformierung des Mietspiegelgesetzes ist die Abgabe der Daten zukünftiger Mietspiegel verpflichtend.

Mehr lesen: Neuwoges verkauft eigene Wohnungen meistbietend

zur Homepage