Kontrollen bei Bau und Gastronomie

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Zollaktion gegen Mindestlohn-Betrüger

Mitarbeiter und Fahrzeuge des Zolls standen am Dienstag unweit einer Baustelle am Neubrandenburger Marktplatz.
Mitarbeiter und Fahrzeuge des Zolls standen am Dienstag unweit einer Baustelle am Neubrandenburger Marktplatz.
Mirko Hertrich

In einigen Branchen verweigern manche Arbeitgeber die Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns. Mit Kontrollen auch in der Region erhöht jetzt der Zoll den Druck auf die Drückeberger.

Im Zuge der bundesweiten Mindestlohnsonderprüfung haben Mitarbeiter des Zolls am Dienstag auch rund um Neubrandenburg Kontrollen durchgeführt. Die Beamten seien vom Standort der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) in Neubrandenburg ausgeschwärmt und hätten Objekte etwa in der Stadt sowie in den Regionen um Friedland und Burg Stargard überprüft, sagte der Sprecher des Hauptzollamts Stralsund, Matthias Klotsch, auf Anfrage dem Nordkurier.

Bei den Überprüfungen seien die angetroffenen Mitarbeiter befragt worden, ob sie den gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von von aktuell 8,84 Euro je Stunde erhalten, erläuterte Klotsch. Im Nachgang werde dann geprüft, ob die Beschäftigten das Geld auch erhielten.

Ziel der bundesweit durchgeführten Aktion mit insgesamt 6000 Einsatzkräften waren unter anderem Bau- und Gastronomiebetriebe. Die Mitarbeiter des Zolls fuhren auch am Neubrandenburger Marktplatz vor und befragten laut Augenzeugen Beschäftigte auf einer dortigen Baustelle. Die bis Mittwoch laufenden Kontrollen sollen auch beim Aufdecken von Schwarzarbeit helfen.