Messer-Prozess unterbrochen
Zuschauer droht Angeklagten in Neubrandenburg mit Blut-Rache

Der Angeklagte Ersin Odabasi im Gespräch mit seinem Rechtsanwalt Hoeveler und einem Dolmetscher vor dem Landgericht Neubrandenburg.
Der Angeklagte Ersin Odabasi im Gespräch mit seinem Rechtsanwalt Hoeveler und einem Dolmetscher vor dem Landgericht Neubrandenburg.
Felix Gadewolz

Bei dem Prozess um den zweifachen Mordversuch vor einem Dönerlokal in Neubrandenburg hat ein Zuschauer den Angeklagten im Gericht bedroht.

Er werde ihm bald das gleiche antun, was er seinen Opfern angetan hat. In der Verhandlung gegen einen mutmaßlichen Messerstecher, der am 18. Mai in Neubrandenburg zwei Menschen lebensgefährlich verletzt hat, musste am Donnerstag der Vorsitzende Richter Jochen Unterlöhner eine Unterbrechung einlegen.

Der Angeklagte, ein 29-jähriger Türke, wurde aus dem Zuschauerraum bedroht. Der Schuldige, ein Onkel des verletzten Deutsch-Türken, musste sich anhören, bei Wiederholung des Saales verwiesen und zur Zahlung eines Ordnungsgeldes verdonnert zu werden.

In der Verhandlung am Donnerstag lieferten der Rechtsmediziner und ein Psychiater ihre Gutachten ab. Laut dem Gerichtsmediziner kamen beide Opfer nur um Haaresbreite bei dem Angriff mit einem Dönermesser dem Tod davon. Der Psychiater indes bezweifelte, ob während der Tat bei dem Beschuldigten eine solche Bewusstseinsstörung vorlag, die für eine verminderte Schuldfähigkeit sprechen.

Am Montag soll das Urteil gesprochen werden.

Kommentare (4)

Kurzen Prozess machen, und weg mit ihm

Jeder hat ein Recht auf ein faires Gerichtsverfahren. Das unterscheidet uns von Diktaturen. Trotzdem erwarte ich eine Abschiebung wenn er kein Deutschen Pass hat.

Jeder hat ein Recht auf ein faires Gerichtsverfahren. Das unterscheidet uns von Diktaturen. Trotzdem erwarte ich eine Abschiebung wenn er kein Deutschen Pass hat.

Solche haben für mich keine Rechte, 2000 Km von Deutschland bringen, und neutralisieren