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Zwei Studenten machen die Welt ein Stück sicherer

Philipp Engel und Björn Schweimler auf dem Dach des Gebäudes 2 der Neubrandenburger Hochschule. Hier oben finden einige Messversuche der Studenten statt.
Philipp Engel und Björn Schweimler auf dem Dach des Gebäudes 2 der Neubrandenburger Hochschule. Hier oben finden einige Messversuche der Studenten statt.
Ingmar Nehls

Wenn alte Gebäude, Hänge oder Brücken ins Rutschen geraten könnten, dann kommt eine Innovation aus der Hochschule Neubrandenburg ins Spiel. Zwei Studenten haben damit sogar ihren Professor überrascht.

Björn Schweimler und Philipp Engel haben sich weit aus dem Fenster gelehnt. Sie behaupteten, dass sie ein Mess- und Analysesystem ihres Professors verbessern können. „Bitte, macht!“, war die Ansage von Professor Dr. Karl Foppe. Sie haben Recht behalten, wie ihr Mentor stolz erzählt.

Herausgekommen ist DABAMOS, ein Datenbank-orientiertes Monitoring- und Analysesystem. Seit vier Jahren arbeiten Björn Schweimler und Philipp Engel schon daran und haben inzwischen auf verschiedenen Fachtagungen und einer internationalen Messe für Aufsehen gesorgt. Mit DABAMOS können geodätische Überwachungsmessungen an Gebäuden und Geländeabschnitten durchgeführt werden. Wenn sich die Höhe oder die Lage eines Objektes auch nur im Submillimeterbereich verändert, kann das System dies feststellen und analysieren.

Die Daten, die Messroboter liefern, müssen nicht vor Ort von einem Mitarbeiter abgelesen werden. Stattdessen werden sie auf einen Internet-Server übertragen und automatisch analysiert. Die Bedienung ist dadurch auch mit Smartphones und Tablet-Computern von jedem Punkt der Welt möglich.

Das System könnte überall dort eingesetzt werden, wo Bewegungen zu erwarten sind, zum Beispiel bei Rutschhängen, Großbaustellen, alten Kirchen oder Brücken. Dass es einen Bedarf an fortschrittlichen Überwachungs- und Monitoring-Lösungen gibt, haben dramatische Beispiele wie der Einsturz des Kölner Stadtarchivs oder die Steilküstenabbrüche auf Rügen gezeigt.