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Zwei Übergriffe auf Flüchtlinge in Neubrandenburg

Die Polizei sucht nach zwei Angriffen auf Flüchtlinge in Neubrandenburg mögliche Zeugen.
Die Polizei sucht nach zwei Angriffen auf Flüchtlinge in Neubrandenburg mögliche Zeugen.
Nordkurier

Ein 20 Jahre alter Mann soll am Sonnabend im Reitbahnviertel einen 31-Jährigen verletzt und einen weiteren 24 Jahre alten Migranten angegriffen und beleidigt haben. Der Tatverdächtige ist für die Polizei kein Unbekannter.

Im Neubrandenburger Reitbahnviertel hat ein 20-Jähriger am Wochenende gleich zwei Mal Flüchtlinge angegriffen und beleidigt. Wie die Polizei mitteilt, habe der Mann am Sonnabend gegen 14.40 Uhr in der Straße Am Zügel einen 31-Jährigen unvermittelt mit einem Gegenstand, vermutlich einem Hammer, ins Gesicht geschlagen. Der Tatverdächtige soll dabei in Begleitung einer zweiten, bisher unbekannten Person gewesen sein. Das Opfer erlitt nach Polizeiangaben bei dem Angriff eine Platzwunde an der Wange und musste im Klinikum behandelt werden.

Mit Blumentöpfen geschmissen

Kurz nach 16 Uhr soll sich ein weiterer Angriff in der gleichen Straße ereignet haben. Ein 24 Jahre alter Mann meldete sich bei der Polizei und teilte mit, dass ein Hausbewohner aus der 5. Etage mit Blumentöpfen nach ihm geschmissen habe. Der Angreifer habe das Opfer anschließend mit einem Hammer verfolgt. Sowohl vom Balkon als auch später auf der Straße soll der Tatverdächtige „Scheiß Ausländer!” Geh zurück in Dein Land!” gerufen haben.

Der Staatsschutz ermittelt

Beide Männer, die angegriffen wurden, haben nach Polizeiangaben einen Migrationshintergrund. Deshalb habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen, um eine mögliche politische Motivation der Angriffe zu klären. Der 20 Jahre alte Tatverdächtige sei der Polizei nicht unbekannt und noch am Sonnabend-Abend vorläufig festgenommen worden. Mögliche Zeugen der Vorfälle werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden, entweder unter Telefon (0395) 55822224, über die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de oder in jeder Dienststelle.