Dank der tatkräftigen Unterstützung des THW konnte am Montag und Dienstag der Saal des AWO-Migrationszentrums umgeba
Dank der tatkräftigen Unterstützung des THW konnte am Montag und Dienstag der Saal des AWO-Migrationszentrums umgebaut werden. Henning Stallmeyer
Schnelltests

Zweites Testzentrum in Neubrandenburg nimmt Betrieb auf

Wo sonst Integration gefördert wird, können sich Neubrandenburger auf das Coronavirus testen lassen. Der Aufbau ging so schnell, dass das Zentrum nun bereits loslegen kann.
Neubrandenburg

Was ein bisschen Sperrholz, eine Bohrmaschine, ein paar Akkuschrauber und 16 tatkräftige Helfer vom Technischen Hilfswerk (THW) Neubrandenburg in so kurzer Zeit bewirken können, ist erstaunlich. Die helfenden Hände haben in kürzester Zeit den Festsaal des Migrationszentrums der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in ein Schnelltestzentrum verwandelt. Und am Mittwoch ist es ab 8 Uhr in Betrieb.

Zu wenig Platz für Tests in der Apotheke

Am Montag begannen die Bauarbeiten. Zunächst musste der große Saal mithilfe von Trennwänden in drei Kabinen unterteilt werden. „Außerdem wird noch ein Arbeitsplatz für die Testauswertung geschaffen und das alles mit genügend Platz, dass Kunden und Mitarbeiter den erforderten Abstand wahren können“, erklärt THW-Zugführer Sebastian Herrmann. Der ganze Umbau dauerte nur zwei Tage. Die Kabinen waren am Montagabend fast fertig installiert. Am Dienstag folgten noch Feinschliff-Arbeiten und die Beschilderung.

Apotheker Raffael Oidtmann übernimmt dann mit seinem Team ab heute den technischen Ablauf des Testzentrums. „Wir wollen diese Tests schon länger anbieten, doch sind oft an den Räumlichkeiten gescheitert“, so der Inhaber der Reitbahnapotheke. Nach Gesprächen mit der Stadt Neubrandenburg ergab sich die Möglichkeit, Räume der AWO in der Demminer Straße zu nutzen. Für die Umbauten wurde das THW hinzugezogen.

Bislang bietet Oidtmann zwar auch Tests in seiner Apotheke an, doch für eine großflächige Testung ist es dort zu klein. Wichtig sei vor allem, dass Kunden und Mitarbeiter ausreichend Platz haben, meint Raffael Oidtmann: „Die Sicherheit geht vor. Alle unsere Mitarbeiter tragen Schutzkleidung von Hacke bis Nacke, wie man so schön sagt.“

In der Demminer Straße sollen künftig bis zu drei Personen gleichzeitig auf das Corona-Virus getestet werden. Und das nun auch endlich kostenlos. Jedem Bürger steht ein solcher Test pro Woche zu laut dem Gesetzgeber. „Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage enorm hoch sein wird. Hier haben wir einfach die nötigen Kapazitäten, um die Nachfrage so gut es geht abzudecken“, sagt Raffael Oidtmann.

Schnelltests auch am Sonnabend

Unter der Woche hat das neue Testzentrum zwischen 8 und 11.30 Uhr sowie 14 und 17.30 Uhr geöffnet, und auch am Samstagvormittag sollen Tests möglich sein. Die werden direkt vor Ort ausgewertet. Die Ergebnisse werden ans Landesgesundheitsamt weitergeleitet, ansonsten herrschen strenge Datenschutzrichtlinien, wie der Apotheker versichert.

Wer künftig einen Schnelltest machen möchte, kann sich telefonisch in der Reitbahnapotheke melden oder auch zu den Öffnungszeiten im Testzentrum vorbeischauen und einen Termin vereinbaren. Auch online können Testtermine gebucht werden unter www.schnelltest-neubrandenburg.de

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