IMMUNISIERUNG

21 Menschen beim Inselfest in Mirow geimpft

Künftig soll es mehr mobile Impfangebote geben – so wie beim Inselfest in Mirow. Dort war man begeistert, wie gut das Angebot angenommen wurde.
Kurzfristig wurde am Sonnabend auf der Schlossinsel eine Impfaktion gestartet.
Kurzfristig wurde am Sonnabend auf der Schlossinsel eine Impfaktion gestartet. Kevin Lierow-Kittendorf
Mirow ·

Erst eine Bratwurst und dann zum Impfen, oder andersherum – genau das war am Sonnabend beim Inselfest in Mirow möglich. Die Wurst gab es zwar nicht wie in Vorpommern oder Thüringen kostenfrei zum Piks dazu, aber mit der Aktion wurde gezeigt, wie mobiles und spontanes Impfen möglich gemacht werden kann.

Auch Urlauber ließen sich den Piks geben

Die Mirowerin Dr. Ursula Pilz, die an diesem Tag zum mobilen Impfteam gehörte, zeigte sich so auch zufrieden mit der kurzfristigen Aktion. Aus ihrer Sicht hätte das Impfen beim Inselfest sogar länger als die angesetzten zwei Stunden am Nachmittag gehen können. Auf Nordkurier-Nachfrage teilte der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit, dass sich beim Inselfest 21 Personen impfen lassen haben. Ein Erfolg sei das dennoch, denn jeder Geimpfte zähle, hieß es von den Mirowern. So berichtete Ursula Pilz, Ärztin im Ruhestand, dass beim Inselfest sogar über die Landesgrenzen hinaus geimpft wurde. „Urlauber, Aussteller sowie Einheimische haben das Angebot dankbar angenommen. Für die einen war es die erste Impfung und andere waren froh, ihre Zweitimpfung im Urlaub erledigen zu können“, erklärte sie.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Mirow

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Kommentare (1)

es ist wirklich traurig:

Ein Artikel von: Jens Berger

„Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte“ – mit diesem Satz setzte Kanzleramtsminister Helge Braun in der ohnehin fehlgeleiteten Impfdebatte an diesem Wochenende einen neuen Tiefpunkt. Grundrechte sind keine Gratifikation, die von der Exekutive nach Belieben für regierungskonformes Handeln und Denken gewährt oder entzogen werden dürfen. Es ist bitter: Die Feinde der freiheitlichen demokratischen Grundordnung dieses Staates sitzen heute in dessen höchsten Ämtern. Und auch ansonsten zeichnet sich die gesamte Debatte vor allem durch Denkfehler aus. Die eigentlichen Impfskeptiker und Verfassungsgegner sitzen offenbar im Kabinett. Ein Kommentar von Jens Berger.

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Politiker, die bereits eine mittelschwere Erkältungskrankheit als Vorwand nutzen, um Grundrechte nach eigenem Gusto im Namen eines kollektiven höheren Ziels zu entziehen und zuzuteilen, haben offenbar nicht einmal im Ansatz verstanden, was Grundrechte überhaupt sind. Da kann einem nur angst und bange werden. Was passiert, wenn wir wirklich mal mit einer Krise konfrontiert werden?

https://www.nachdenkseiten.de/?p=74668

Kinder-Impfung: Drangsalierung wird weiter als „Schutz“ dargestellt

Impfkommission wird diffamiert oder ignoriert

Dieser Widerstand der Stiko wird nun bekämpft – auch wenn das einen Kampf gegen Wissenschaft und Fakten bedeutet, also ein Vorgehen, das man eigentlich der Gegenseite stets unterstellt. Nachdem sich neben Michael Müller, Ramona Pop und Jens Spahn zahlreiche weitere Politiker und Redakteure gegen die Stiko gewandt haben, haben sich Stiko-Mitglieder „entsetzt“ über den politischen Druck und die wissenschaftliche Ignoranz in der Frage der Kinderimpfung geäußert.

Neben dem politischen, medialen und propagandistischen Feuer gegen die Stiko hat man sich teils entschlossen, die fehlende Stiko-Empfehlung zum Kinderimpfen in der Praxis einfach zu ignorieren. So sagte das Robert Koch-Institut laut RT, dass „bei Zunahme der Infektionszahlen unter Kindern aufgrund einer erhöhten Übertragbarkeit der Delta-Variante“ die Impfung „auch ohne explizite STIKO-Empfehlung in dieser Altersgruppe vermutlich mehr zur Anwendung kommen“ werde. An manchen Schulen wird durch sehr zweifelhafte Impfaktionen (etwa in Hof oder in Speyer oder bei München) bereits der Druck auf Kinder und Eltern in inakzeptabler Weise erhöht. Auch städtische Impfzentren machen mit.

Die Stiko verhält sich nicht nur zur Impfung mutig, sie hat auch gute Forderungen zum Infektionsschutz an Schulen: Corona-Maßnahmen wie die Massentestungen von symptomfreien Kindern gehörten demnach auf den Prüfstand. Dem widersprach aber umgehend der Deutsche Lehrerverband und verknüpft dabei in fragwürdiger Weise eine „Normalität“ in den Schulen mit einer Massenimpfung der Kinder: Der Lehrerverband hält Tests und eine Maskenpflicht in den Schulen zumindest zu Beginn des neuen Schuljahres weiter für nötig, denn „auch nach den Sommerferien werde man mit der Durchimpfung von Kindern und Jugendlichen bei weitem noch nicht so weit sein wie bei den Erwachsenen“. Als „nicht hilfreich“ bezeichnete der Verband Äußerungen der Ständigen Impfkommission, die den Sinn von Massentests in Schulen angezweifelt hatte. Ähnlich fragwürdig äußerte sich auch die Bundesschülerkonferenz.

https://www.nachdenkseiten.de/?p=74081