MUSIK-EVENT

3000-Grad-Festival bekommt grünes Licht für die Neuauflage

Nächstes Jahr im August dürfte Feldberg wieder aus allen Nähten platzen. Das 3000-Grad-Festival findet zum 8. Mal statt.
Marlies Steffen Marlies Steffen
Das 3000-Grad-Festival soll auch in den kommenden Jahren in der Kieskuhle am Ortsrand von Feldberg veranstaltet werden.
Das 3000-Grad-Festival soll auch in den kommenden Jahren in der Kieskuhle am Ortsrand von Feldberg veranstaltet werden. Matthias Schütt
Feldberg.

Nach dem Festival ist vor dem Festival: Die Gemeindevertretung der Feldberger Seenlandschaft hat am Donnerstagabend die Weichen für weitere 3000-Grad-Festivals gestellt. Und zwar bis in das Jahr 2021. Der das Festival veranstaltende 3000Grad-Verein hatte Anfang Oktober um Planungssicherheit gebeten. So ginge es um das möglichst frühzeitige Buchen der Künstler und – angesichts der zwischenzeitlich vorhandenen Festival-Konkurrenz – um einen möglichst frühzeitigen Beginn für den Kartenverkauf.

Die Gemeindevertreter stimmten der Durchführung des Festivals für die kommenden Jahre zu. Sie gaben auch grünes Licht für ein erneutes Anheben der Besucherzahlen auf nunmehr 4800. Im kommenden Jahr findet das 3000-Grad-Festival zum 8. Mal statt. Gestartet war man im Jahr 2012 einst mit 2500 Besuchern. Wie schon in den Vorjahren soll das Festival weiter an der Kieskuhle am Rande von Feldberg seinen Platz finden. Veranstaltet wird es im kommenden Jahr in der Zeit vom 9. bis 12. August.

Belastbare Planungen gefordert

Die einhellige Zustimmung der Gemeindevertretung ist indessen kein Freibrief für den Veranstalter. Die Zustimmung erfolgte unter der Bedingung, dass weiterhin naturschutzfachliche Belange eingehalten werden und das Festival nicht zu laut wird. So muss der Veranstalter belastbare Planungen und technische Umsetzungsmöglichkeiten zur Einschränkung der Immission vorlegen und umsetzen. Was die erneute Aufstockung der Besucherzahlen angeht, muss der 3000-Grad-Verein dies logistisch absichern und insbesondere genügend Camping- und Parkplätze nachweisen. Gegen illegale Übernachtungen soll weiterhin vorgegangen werden. Der Veranstalter muss sich auch weiterhin an den Lärmschutz halten und eine spürbare Immissionsminderung nachweisen.

Lärmempfinden ist auch eine Sache der Toleranz

Mit Blick auf das zurückliegende 3000-Grad-Festival vom August 2018 hatte Vizebürgermeister Dr. Reiner Stöhring von einem „routinierten” und „unaufgeregten” Verlauf gesprochen. Mit dem Umweltamt des Landkreises seien gute Kompromisse für eine Grundstücksnutzung im Landschaftsschutzgebiet (LSG) getroffen worden. Mit den betroffenen Trägern öffentlicher Belange und den sonstigen Beteiligten soll es Mitte Oktober eine Auswertungsveranstaltung geben, kündigte Stöhring an.

Die angeordneten technischen und organisatorischen Maßnahmen sowie die Selbstüberwachung des Veranstalters hätten Wirkungen gezeigt. Letztlich hänge der empfundene Lärm aber auch immer von der Toleranz der Einwohner wie auch Gäste ab. „Es wird immer Menschen geben, die sich gestört fühlen”, verdeutlichte Stöhring. Als Unterstützung zur Objektivierung und als Rahmen für Ermessensentscheidungen gebe es immissionsschutzrechtliche Vorgaben, wie die Freizeitlärm-Richtlinie, an die sich die Gemeinde halte.

Zum Festival kamen in diesem Jahr 4400 Besucher. Angesichts der Trockenheit und der damit verbundenen Brandgefahr hätten sich die Leute sehr diszipliniert verhalten und die geltenden Verbote eingehalten, betonte Gemeindevertreter Hans-Joachim Lange (SPD).

 

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