IM NOVEMBER

50.000 Euro Soforthilfe für Neustrelitzer Bahnhof

Das Geld kommt aus einem Sofortprogramm des Bundes für kleine Bahnhöfe. Was damit gemacht wird, ist auch schon klar.
Für den Bahnhof in Neustrelitz gibt der Bund jetzt 50.000 Euro. Der finanzpolitische Sprecher der CDU im Bundestag, Eckha
Für den Bahnhof in Neustrelitz gibt der Bund jetzt 50.000 Euro. Der finanzpolitische Sprecher der CDU im Bundestag, Eckhard Rehberg, traf sich mit Vertretern der Bahn. Heike Sommer
Neustrelitz.

Der Hauptbahnhof in Neustrelitz ist einer von insgesamt sechs im Land und bundesweit 170 Bahnhöfen, die mit Fördermitteln des Bundes noch in diesem Jahr „aufgehübscht“ werden. Insgesamt stellt das Verkehrsministerium 40 Millionen Euro Soforthilfe für kleine Bahnhöfe zur Verfügung. Seit August ist bekannt, dass Neustrelitz mit 50.000 Euro aus diesem Fördertopf bedacht wird. Doch was konkret verbesserte werden soll, stand bislang nicht fest. Eckhard Rehberg, finanzpolitischer Sprecher der CDU im Bundestag, nutzte am Donnerstag die sitzungsfreie Zeit, um in seinem Wahlkreis unterwegs zu sein und sich unter anderem in Neustrelitz mit Vertretern der Bahn zu treffen.

Informationstafeln verschlissen und Tunnel lädiert

Noch im November wird mit den Arbeiten auf dem Neustrelitzer Bahnhof losgelegt, versicherte Friedmann Keßler, Leiter Mobilität bei der Deutschen Bahn. „Es gibt keine Standardlösungen, um einen Bahnhof attraktiver zu machen. Aber hier in Neustrelitz haben wir uns entschieden, für das Geld die Vitrinen zu erneuern“, sagt er. Die Informationstafeln seien mittlerweile so verschlissen und zum größten Teil nicht mehr beleuchtet, dass hier Handlungsbedarf besteht. Die Aufträge dafür seien erteilt. Zudem wurde Geld eingeplant, um den Tunnel, der zu den Bahnsteigen führt, auszubessern. „Die Deckenfarbe blättert ab. Hier soll ein neuer Anstrich erfolgen. Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Arbeiten witterungsbedingt erst im Frühjahr ausgeführt werden“, sagt Keßler. Während des Lockdowns von März bis Mai habe der Vandalismus gegen Bahnanlagen stark zugenommen. Auch diese Schäden müssten schnellstmöglich beseitigt werden. Auf der Agenda für die Verschönerung des Bahnhofs in Neustrelitz steht auch der Neubau des Tunnels. Allerdings sind diese Arbeiten erst im Zeitraum von 2025 bis 2027 vorgesehen und haben mit dem Sofortprogramm nichts zu tun.

„Bahnfahren soll bezahlbar bleiben”

„Neustrelitz gehört zu einem der am besten angebunden Orte in Mecklenburg-Vorpommern“, sagt Eckhard Rehberg. In alle Richtungen fährt stündlich ein Zug. Davon könnten andere Orte nur träumen. Die Fehler der Vergangenheit – einschließlich des misslungenen Börsengangs der Deutschen Bahn- ließen sich nicht so ohne Weiteres beseitigen. „Die Deutsche Bahn wurde kaputt gespart“, sagt Rehberg. Umso wichtiger sei es, dass ihr nun wieder seitens der Politik eine wichtige Rolle zur Daseinsfürsorge beigemessen wird. „Ohne finanzielle Hilfe könnten die Fahrpreise nicht stabil gehalten werden. Aber Bahnfahren soll bezahlbar bleiben“, macht Friedmann Keßler deutlich.

 

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Kommentare (3)

War sie es doch, die geschlossen mit FDP, SPD und Grünen 1993 für die Bahnprivatisierung gestimmt, einer Bahnreform, wo für den Kunden "goldene" Zeiten anbrechen sollten, Weg von der Schwerfälligen Behördenbahn...so die damaligen Thesen und Wunschträume der Politik unter Helmut Kohl. Keine einzige damals versprochene Verbesserung ist eingetreten, im Gegenteil. Mittlerweile ist die DB so kaputtgespart, hat sich aus der Fläche, rausgezogen, verscherbelt Immobilien, zerstört Infrastruktur, weil ein wiederum Realitätsfremder Manager namens Mehdorn die Bahn auf Börsenkurs trimmen wollte.

Der letzte Zug in Richtung Berlin fährt abends um 22 Uhr. Wer diesen verpaßt muß bis 3:49 Uhr warten. Das sind 5 Stunden und 49 Minuten. In Richtung Neubrandenburg fahren momentan überhaupt keine Züge oder Triebwagen sondern nur Busse des Schienenersatzverkehrs. Bei der Bahn wurde nichts gespart, seine Parteifreunde haben doch sehr gut bezahlte Versorgungsposten dort bekommen.

Bahn fahren ist nicht nur teuer sondern für den Reisenden immer unattraktiver geworden. Die Straßen und Autobahnen des Landes platzen aus allen Nähten.