FRAGENKATALOG ZUR GEMEINDE-FUSION

Ab 50 Punkten von Brautschau befreit

Sind die Gemeinden zukunftsfähig oder müssen sie sich mit anderen zusammentun? Schwerin will darüber genau Bescheid wissen.
Blick übers Neustrelitzer Land: Alle elf Gemeinden – auf dem Bild Kratzeburg – sehen ihre Zukunft als gesichert.
Blick übers Neustrelitzer Land: Alle elf Gemeinden – auf dem Bild Carpin – sehen ihre Zukunft als gesichert. U. Krieger
Neustrelitz.

Der Fragenkatalog hatte es in sich, den die elf Gemeinden im Amt Neustrelitz Land ausfüllen mussten. Bis Oktober sollen die Ergebnisse im Schweriner Innenministerium vorliegen. Laut Gesetz sind alle Gemeinden verpflichtet, diese Selbsteinschätzung vorzunehmen. Viele hätten sich dies im ersten Moment lieber erspart, denn von heute auf morgen lassen sich die Fragen nicht beantworten. Zudem beschlich so manchen Bürgermeister der Gedanke, hier würden die nächsten Fusionen vorbereitet. „Noch größere Gemeinden lassen sich als ehrenamtlicher Bürgermeister kaum noch verwalten“, sagt beispielsweise Blankensees Bürgermeister Wulf Bednorz.

Tatsächlich bezweckt das Innenministerium mit der Befragung, die Gemeinden zu einer selbstkritische Einschätzung zu bewegen, um dann eigenverantwortlich über eine freiwillige Fusion zu entscheiden. Die Einschätzung erfolgte in vier Kategorien. Für jede Antwort wurden Punkte vergeben. Insgesamt konnten maximal 100 Punkte erreicht werden.

Gemeinden, die 50 Punkte erzielen, sind zukunftsfähig und müssen nicht auf Brautschau gehen. So wurde nach der finanziellen Leistungsfähigkeit, dem Zustand der örtlichen Demokratie, der Lebendigkeit und Verbundenheit der dörflichen Gemeinschaft sowie nach der Fähigkeit, Pflicht- und freiwillige Aufgaben zu erfüllen, gefragt. „Alle elf Gemeinden kommen über 50 Punkte und sind damit zukunftsfähig“, sagt Amtsleiter Arnold Krüger.

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