STRAßENBAU

▶️Abgesackte Wesenberger Chaussee in Neustrelitz wird zügig saniert

Drei Faktoren sollen der Problemstraße in Neustrelitz Stabilität geben: Füllsand, Verschiebung und Geogitter. Die Arbeiten gehen gut vorn.
Die Sanierung der Wesenberger Chaussee in Neustrelitz läuft problemlos. Gesperrt bleibt die Straße trotzdem noch la
Die Sanierung der Wesenberger Chaussee in Neustrelitz läuft problemlos. Gesperrt bleibt die Straße trotzdem noch lange. Susanne Böhm
Neustrelitz.

Abgesackt und abgesperrt. Das passierte der Wesenberger Chaussee in Neustrelitz im vergangenen Jahr. Wochenlang rührte sich nichts mehr auf der Problemstraße. Seit Januar ist wieder Bewegung. Die Sanierungsarbeiten gehen zügig und ohne Zwischenfälle voran. Sieben Mitarbeiter der Baufirma Strabag und mehrere Lkw-Fahrer stellen die ramponierte Straße auf einer Länge von 125 Metern wieder her. Eine Kombination aus Bodenaustausch, Verschiebung der Fahrbahn und Geogitter soll dafür sorgen, dass die ehemalige Bundesstraße in den nächsten Jahrzehnten keine Probleme mehr bereitet.

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Alte Straße wurde weggerissen

Zunächst wurde die alte Straße abgerissen und der Boden bis zu 4,50 Meter tief ausgebaggert. 2500 Kubikmeter Material wurden abtransportiert. Es bestand hauptsächlich aus Schlick und konnte den Lasten nicht standhalten. Das soll jetzt Füllsand schaffen. Auch die Regenentwässerung wurde schon erneuert.

Die Trasse der neuen Straße wurde um zwei bis drei Meter verschoben, von Neustrelitz aus gesehen nach rechts. Sie verläuft jetzt auf einem Damm, der früher schon mal eine Straße trug. In den kommenden Wochen wird ein textiles Netz eingebracht, ein sogenanntes Geogitter, in dem Schotter wie eine Art Paket eingepackt wird. Das verteilt die Lasten und gibt Stabilität. Danach wird die Straße in mehreren Schichten aufgebaut. Zum Schluss wird asphaltiert.

„Der Baufortschritt ist sehr gut. Im April werden wir planmäßig fertig. Wir bekommen gute Qualität“, sagte Baudezernent Karsten Rohde. „Das wird eine 1 A-Straße, versicherte Bauleiter Klaus Lorenz.

Im Dürresommer 2018 trocknete der Boden aus

Vor zwei Jahren begann die Fahrbahn abzusacken, berichtete Karsten Rohde. Im Dürresommer 2018 trocknete der sumpfige Untergrund, senkte sich und nahm die Straße mit. Im Sommer 2019 senkte sich die Fahrbahn dann so gravierend, dass sie schließlich gesperrt werden musste. „Es hätte sonst zu sofortigem Versagen kommen können.“ Zunächst habe man gehofft, dass die Straße noch so lange durchhält, bis die Deutsche Bahn ihre darüber verlaufende Brücke erneuert. Weil dann die Chaussee ohnehin voll gesperrt werden muss, sollte bei der Gelegenheit die Straße saniert werden.

Doch der Plan funktionierte nicht. Die Straße gab früher ihren Geist auf – und die Sanierung musste beginnen. Wenn die Wesenberger Chaussee fertig ist, beginnt voraussichtlich direkt im Anschluss der Brückenbau. Die Vollsperrung dauert also noch viele Monate an.

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Kommentare (1)

Hiermit bedanke ich mich recht herzlich für dieses Foto.
Das beweist das Radfahrer blind sind oder nicht lesen können.
Ich bewundere diese Arroganz Tag täglich auf meiner Baustelle.
Wo ist dort das Ordnungsamt ?
ach ja die kommen ja, nur wenn eine Absperrung nicht richtig steht.