SANIERUNG

Acht Monate soll an dieser kurzen Brücke gebaut werden

Die Sanierung einer kleinen Brücke macht Anwohnern und Landwirten in Prillwitz und Zippelow Sorgen. Sie befürchten lange Umwege.
Die unscheinbare Brücke über den Ziemenbach bei Prillwitz muss erneuert werden. Acht Monate sollen die Arbeiten daue
Die unscheinbare Brücke über den Ziemenbach bei Prillwitz muss erneuert werden. Acht Monate sollen die Arbeiten dauern. Für Anwohner und Landwirte ein Unding. Heike Sommer
Zippelow.

Die Brücke über den Ziemenbach, der zwischen Prillwitz und Zippelow fließt, ist schon lange ein Sanierungsfall. Seit geraumer Zeit sorgt lediglich eine aufgeschraubte Stahlplatte für die nötige Stabilität. Mit diesem Provisorium soll nun Schluss sein.

Der Landkreis will noch in diesem Jahr die Brücke erneuern. Das ist eine gute Nachricht, möchte man meinen. Ja und nein, findet Peter Strobl und ist mit dieser Meinung nicht allein. Denn sage und schreib acht Monate sollen die Arbeiten für den Brückenbau dauern. „Ein Unding!“, für das der Gemeindevertreter Peter Strobl kein Verständnis hat. Es sei an der Zeit deutliche Worte an den Bauherrn, den Landkreis zu richten.

Darum hat Strobl eine „Betroffenheitsliste“ in Umlauf gebracht, die den Verantwortlichen des Landkreises Beine machen soll. Sprich: Die Bauzeit soll auf maximal zwei Monate verkürzt werden. „Wir erwarten keine Rekord-Bauzeit, aber einen den Gegebenheiten angemessenen Einsatz“, heißt es in dem Appell an den Landkreis. Es sei schon verwunderlich, wenn in Peking gerade ein sechsspurige Autobahn in 46 Tagen erneuert wird und hier für eine kleine Brücke acht Monate veranschlagt werden.

Die Vollsperrung trifft nicht nur die Anwohner hart, die lange Umwege zur Arbeit, Schule und zum Einkauf hinnehmen müssen. Auch für die ortsansässigen Landwirte ist eine so lange Bauzeit nicht zu akzeptieren. So habe der Landkreis zwar mit der Verschiebung der Bauarbeiten vom August in den Oktober Entgegenkommen gezeigt, sodass die Arbeiten nicht in die Erntezeit fallen.

Anwohner wollen Informationsveranstaltung

Dennoch bleit die Mehrbelastung enorm. Denn um mit der Technik von Hohenzieritz auf die 32 Parzellen im Bereich Zippelow und Werder zu gelangen, müssten die Landwirte einen Umweg über Peckatel und Penzlin fahren. Das wären pro Tour hin und zurück zusätzlich 28 Kilometer, macht Torsten Wichmann vom Landgut Luisenhof in einer Stellungnahme deutlich.

In der Gemeinde Hohenzieritz mit seinen Ortsteilen Zippelow und Prillwitz wird der Brückenneubau durchaus kontrovers diskutiert, wie Peter Strobl weiß. Während die einen ganz konkrete Vorschläge machen, wie die Bauzeit verkürzt werden kann, mahnen andere, es sich durch die massive Kritik nicht mit dem Landkreis zu verscherzen.

Zu wünschen wäre eine Informationsveranstaltung, in der klar aufgezeigt wird, warum die Arbeiten so lange dauern. „Aber in Zeiten von Corona ist das aktuell nicht zu machen“, schätzt Peter Strobl ein. Auch die Betroffenheitsliste muss angesichts des Abstandsgebotes ohne Unterschriften auskommen.

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