BUNDESPOLITIK

Afrika-Aktivisten in der Seenplatte empört über Masken-Korruptionsaffäre

Die Korruptionsaffäre um Maskengeschäfte in der CDU/CSU-Fraktion schlägt auch in Canzow bei Woldegk hohe Wellen.
Die Afrika-Aktivisten haben in einem Brief bekräftigt, wie empörend das Verhalten der CDU-Politiker in der Masken-Ko
Die Afrika-Aktivisten haben in einem Brief bekräftigt, wie empörend das Verhalten der CDU-Politiker in der Masken-Korruptionsaffäre ist (Symbolbild). Frank Rumpenhorst
Canzow ·

Da ist den Mitgliedern des Freundeskreises Arusha/Tansania aber ganz gewaltig der Kragen geplatzt: Sie haben ihre Empörung über die Verstrickung von zwei Bundestagsabgeordneten in eine Korruptionsaffäre um Provisionen für Maskengeschäfte in einem Brief an die CDU/CSU-Fraktion des Bundestags deutlich gemacht. Es geht um Nikolaus Löbel und Georg Nüßlein. Die Korruptionsvorwürfe gegen beide waren in der vergangenen Woche bekannt geworden.

„Mit Empörung und sehr viel Unverständnis haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass sich einzelne Mitglieder auf Kosten der Pandemie bereichert haben“, schreibt der Vereins- und Ehrenvorsitzende Harald Pfeiffer. Die beiden Politiker Nüßlein und Löbel hätten aus dem Elend von vielen Menschen in Deutschland Profit geschlagen und sich privat bereichert. In einer Zeit, in der Krankheit und Tod, Perspektivlosigkeit und finanzielle Ängste an der Tagesordnung seien, hätten wenige Mitglieder der CDU/CSU-Fraktion sich persönlich am Leid und an der Not der Menschen bereichert. „Wir verurteilen diesen Sachverhalt auf das Schärfste“, macht Briefautor Pfeiffer deutlich.

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„Wir teilen das Wenige mit den Ärmsten der Welt”

In dem Brief spricht er für die rund 100 Mitglieder des Freundeskreises Arusha/Tansania und für viele tausende Menschen in Tansania, die täglich mit Korruption zu tun hätten, diese aber im Deutschen Bundestag nicht verstehen würden.

Er habe sich als Vorsitzender des Vereins in diesem Jahr bereits zweimal an Abgeordnete der demokratischen Parteien gewandt, mit der Bitte, die Finanzierung der Projekte in Tansania zu unterstützen. Leider hat sich aus dem Kreis der CDU/CSU, im Gegensatz zur SPD und der Partei Die Linke, bislang niemand mit einer Spende beteiligt.

Die Mitglieder des Vereins und viele andere Menschen würden trotz finanzieller Probleme, Unsicherheiten und teilweiser Verzweiflung in dieser harten Zeit Gelder spenden. „Wir teilen das Wenige mit den Ärmsten der Welt“.

Pfeiffer fordert die Bundestagsfraktion auf, dass die Gelder, die die beiden Abgeordneten offenbar im Zusammenhang mit Geschäften um Atemschutzmasken erhalten haben, an Bedürftige, oder an gemeinnützige Vereine gegeben werden. „Helfen Sie den Ärmsten der Armen in Deutschland und in der Welt“.

 

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