KIRCHWEIHFEST

Ahrensberger Kirche zu Wiedereröffnung übervoll

Nach fast dreijähriger Sanierung hat die Ahrensberger Kirche wieder ihre Türen geöffnet. Auf dem Kirchweihfest drehte sich auch die Predigt von Bischof Andreas von Maltzahn um die umfangreichen Arbeiten.
Robin Peters Robin Peters
Zur Wiedereinweihung der Ahrensberger Kirche kamen so viele Gäste, dass zusätzliche Bänke in das Gotteshaus getragen werden mussten.
Zur Wiedereinweihung der Ahrensberger Kirche kamen so viele Gäste, dass zusätzliche Bänke in das Gotteshaus getragen werden mussten.
Ahrensberg.

So einige zusätzliche Bänke mussten spontan in die Ahrensberger Kirche getragen werden, um den vielen Gästen zur Wiedereröffnung am Sonntag einen Sitzplatz anbieten zu können. „Die Renovierung hat nicht geklappt – die Kirche ist noch zu klein“, startete Andreas von Maltzahn das Kirchweihfest mit einem kleinen Scherz. Der Bischof gab sich erstaunt über das Ergebnis der Sanierung – war der Schaden doch wesentlich größer als anfangs gedacht.

Wenn eine Kirche gerettet werde, bleibe aber nicht nur ein historisches Gebäude stehen. „Die innere Mitte des Ortes wird erhalten“, sagte der Bischof in seiner Predigt. So sei die Kirche ein Platz, der die Menschen mit früheren Generationen verbinde – an dem sich jeder auf des Wesentliche im Leben besinnen könne. Manches falle gerade in strukturschwachen Regionen nicht immer leicht. „Aber es ist erstaunlich, was dennoch möglich ist, welche Herausforderungen Menschen meistern können. Wo sie die Probleme gemeinsam angehen, da ist Hoffnung – die Sanierung dieser Fachwerkkirche ist ein gutes Beispiel dafür.“

Sanierung kostete mehr als 500.000 Euro

In einem Grußwort berichteten sodann der Baubeauftragte Holger John und Restauratorin Bettina Strauß von den seit 2016 – mit Hilfe zahlreicher Handwerker – geleisteten Arbeiten. „Die Kirche wurde seit ihrer Erbauung das erste Mal grundsätzlich instand gesetzt“, sagte John. Mehr als eine halbe Million Euro sei vorwiegend aus Sonderfördermitteln in die Sanierung geflossen. Ein Großteil der Steine der Außenfassade sei ausgetauscht und die Fenster komplett überarbeitet worden. Das Dach zieren laut John nun Ziegel, die überraschend in Wanzka geborgen wurden.

Auch im Inneren hat sich einiges getan: „Es sah früher so schlimm aus in dieser Kirche“, räumte Restauratorin Bettina Strauß ein. Doch das Besondere: „Wir haben noch fast die gesamte alte Ausstattung drinnen.“ Schließlich wurde laut Strauß die ganze Putzdecke repariert und die Wände in hellem Ocker gestrichen – sogar die Engel an der Kanzel sind wieder hergerichtet worden.

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