Die Hoffnung auf einen Rosenmontagsumzug bleibt in Feldberg. Vor zwei Jahren hatten sich auch diese Damen an dem traditionelle
Die Hoffnung auf einen Rosenmontagsumzug bleibt in Feldberg. Vor zwei Jahren hatten sich auch diese Damen an dem traditionellen Umzug beteiligt (Archivbild). Marlies Steffen/Nordkurier-Archiv
Karneval

Alle Hoffnung des FKK Feldberg liegt jetzt auf dem Rosenmontag

Es ist das zweite Jahr, in dem die Corona-Pandemie das närrische Treiben in Feldberg auf Eis legt. Aber ganz ausfallen soll es doch nicht.
Feldberg

Lange Gesichter beim Feldberger Karnevalsklub FKK und seinen Anhängern: Auch in diesem Jahr wird es bis zum Rosenmontag weder Show noch Schunkeln geben. Wegen der Corona-Pandemie sind alle Saalveranstaltungen abgesagt. „Wir hatten schon etliche Proben. Am 13. Januar wäre Generalprobe gewesen, am 15. Januar sollte eigentlich die erste Show über die Bühne gehen“, so der FKK-Vereinsvorsitzende Carsten Becker.

Insgesamt standen mit Kinder- und Seniorenfasching zehn Veranstaltungen im Stammhaus „Stieglitzenkrug“ auf dem Programm. Am 11. 11. um 11.11 Uhr waren die Feldberger Narren noch optimistisch, dass es in der aktuellen „fünften Jahreszeit“, wie die Karnevalssaison traditionell genannt wird, wieder die beliebten FKK-Shows im „Stiegi“ geben kann. Bei der traditionellen Übergabe des Rathausschlüssels an diesem Tag war auch das Motto für die diesjährige Saison bekannt gegeben worden: „Gemeinsam in Erinnerungen schwelgen, wir feiern unsere Kindheitshelden“.

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Nun wird es eben eine digitale Fete geben

Ganz auf Entzug wollen die Feldberger Karnevalisten ihre Anhänger aber auch in dieser Saison nicht setzen. Wie schon im vergangenen Jahr soll es ein digitales Format geben, das via Internet abgerufen werden kann. Welche Inhalte es genau geben wird, stehe allerdings noch nicht fest. „Wir werden auf jeden Fall etwas machen“, kündigte Carsten Becker an. Und eine große Hoffnung gibt es auch noch. Der Rosenmontagszug soll nach dem jetzigen Stand der Dinge auf keinen Fall ausfallen. „Wir haben alle notwendigen Anträge gestellt“, machte der Vereinsvorsitzende deutlich.

Vor zwei Jahren waren 30 Umzugswagen dabei

Rosenmontag fällt in diesem Jahr auf den 28. Februar. Feldberg ist der einzige Ort in Mecklenburg-Vorpommern, an dem ein Rosenmontagsumzug stattfindet. Im vergangenen Jahr war der Umzug der Pandemie zum Opfer gefallen. Vor zwei Jahren machte sich auch schon Corona breit, da rutschten die Rosenmontagsumzügler gerade noch so durch. Mit einer rekordverdächtigen Anzahl von über 30 Umzugswagen.

Der Feldberger Karneval ist seit Jahrzehnten eine feste Adresse in einer eher veranstaltungsarmen Jahreszeit. 1965 aus der Taufe gehoben, fand er zunächst in Carwitz und im Hotel Hullerbusch statt. Dann zogen die Narren nach Feldberg um. Der Schlachtruf „Schlaewitzberg“, mit einem donnernden „Huneu“ beantwortet, steht für die Ortsteile der einstigen Stadt Feldberg: Schlicht, Laeven, Carwitz, Feldberg, Hullerbusch und Neuhof.

Die Absage der Saalveranstaltungen für die aktuelle Saison – auch im vergangenen Jahr waren diese wegen der Epidemie ausgefallen – hat Jörgen Schütze vom FKK-Elferrat indessen in eine kleine Büttenrede verpackt. Die endet zumindest vorsichtig optimistisch: „Denn eines können nur wir Narren machen: Ein Auge weint und mit dem anderen schon wieder lachen“. Mehr Infos: www.feldberger-karneval-klub.de

 

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