SANIERUNG

▶️Alte Bäume in einer Neustrelitzer Straße sollen weg

Die Bäume in der Gottfried-Keller-Straße machen den Anwohnern schwer zu schaffen. Das könnte noch in diesem Jahr ein Ende haben.
Ein Ärgernis: Die Bäume werfen viel Laub ab, dass die Bewohner jedes Jahr zum Wertstoffhof fahren müssen.
Ein Ärgernis: Die Bäume werfen viel Laub ab, dass die Bewohner jedes Jahr zum Wertstoffhof fahren müssen.
Neustrelitz.

Die alten Straßenbäume in der Gottfried-Keller-Straße in Neustrelitz sind einigen Anwohnern schon länger ein Dorn im Auge: Bei Sturm fallen mitunter bedrohlich schwere Äste herunter. Die starken Wurzeln haben die Platten des Bürgersteigs an einigen Stellen schon so weit angehoben, dass gerade alte Menschen ihn nur mit Mühe passieren können. Veronika Woigk und Hans-Joachim Flack aus der Nachbarschaft wissen viele solcher Ärgernisse aufzuzählen.

Hohe Spritkosten

Eine Menge Arbeit und Kosten würden wiederum Unmengen an Laub verursachen, die die Ahornbäume von Jahr zu Jahr abwerfen. Unzählige Säcke Blätter hat Hans-Joachim Flack allein beim Abwurf im jüngst vergangenen Herbst zusammengeharkt. Die körperliche Anstrengung sei dabei noch das geringste Problem. Denn die ständigen Fahrten zum Wertstoffhof würden teils hohe Spritkosten nach sich ziehen. Die Anwohner fühlen sich deshalb von der Stadtverwaltung im Stich gelassen, fordern zumindest eine Entschädigung für die Kosten. „Wer die Straße verunreinigt, ist für Säuberung zuständig – und das ist die Stadt“, so Hans-Joachim Flack. In diesem Jahr könne es nicht mehr so weitergehen. „Wir wünschen uns, dass sich die Stadt für ihre Bürger einsetzt“, sagte Veronika Woigk. Zuletzt machte gar das Gerücht die Runde, dass die Bäume möglicherweise bald gefällt werden. „Wir wollen endlich Klarheit, was mit den Bäumen passiert“, sagte Veronika Woigk.

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Erst mal muss der Etat genehmigt werden

Und tatsächlich könnte sich für die Anwohner in Kürze vieles ändern. Denn noch in diesem Jahr plant die Stadtverwaltung, die Gottfried-Keller-Straße in Kiefernheide vollständig zu sanieren – und auch die Gehwege und Bepflanzungen sollen im Zuge dessen erneuert werden. Die alten Bäume sollen offenbar weichen, eine neue Bepflanzung steht ebenso auf dem Plan. Darüber hinaus sind neue Kanäle angedacht. Das bestätigte jetzt Stadtsprecherin Petra Ludewig auf Nachfrage des Nordkurier. Zunächst müsse allerdings der Stadthaushalt genehmigt werden. Dann werde die Maßnahme in den Ausschüssen thematisiert.

Welche Bäume gepflanzt werden, ist noch unklar

Veronika Woigk und Hans-Joachim Flack hoffen derweil, dass die Ahornbäume durch pflegeleichte, junge Bäume getauscht werden, die weniger Laub abwerfen und auch bei starkem Wind ihre Äste behalten. „Es muss genau überlegt werden, was gepflanzt wird“, sagt Veronika Woigk. So sollte die Wahl von Obstbäumen beispielsweise vermieden werden. Allerdings müssen sich die Neustrelitzer in diesem Punkt wohl noch gedulden. Welche Baumarten künftig die Gottfried-Keller-Straße zieren, soll laut Stadtsprecherin Petra Ludewig erst in den Ausschüssen vorgestellt werden.

 

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