Für den Umbau

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Alte Fotos von Proben- und Heizhaus gesucht

Wie wurde das Heizhaus über die Jahre verändert und wie sah es anfangs aus? Das versucht ein Schweriner Architekt herauszufinden.  
Wie wurde das Heizhaus über die Jahre verändert und wie sah es anfangs aus? Das versucht ein Schweriner Architekt herauszufinden.
Susanne Böhm

Ein Schweriner Architekturbüro braucht das Material als Vorlage für die Sanierung der Häuser. Die Suche ist wie die nach der Nadel im Heuhaufen.

Alte Fotos vom heutigen Theater-Probenhaus und vom ehemaligen Heizhaus des Neustrelitzer Schlosses sucht das Architekturbüro Brenncke-Architekten aus Schwerin. Beide Häuser sollen im Auftrag des Landes saniert werden. Zurzeit erarbeitet das Architekturbüro eine denkmalpflegerische Zielstellung. Das gestaltet sich allerdings schwierig, weil keiner weiß, wie die Häuser ursprünglich ausgesehen haben. „Trotz intensiver Recherchen ist es uns nicht gelungen, zu den Gebäuden historische Fotos zu finden“, sagt Joachim Brenncke.

Er habe im Landeshauptarchiv in Schwerin geforscht, im Stadtarchiv in Neustrelitz, habe beim Fotoatelier Jung in Neustrelitz und bei verschiedenen anderen Stellen angefragt – nichts. Um 1945 sei das ehemalige Hofmarschallhaus, das heutige Probenhaus, abgebrannt, vermutlich zusammen mit dem Schloss. Bis 1956 oder 1997 solle es eine Ruine gewesen sein, sagt der Architekt. „Es gibt keine Fotos vor oder nach dem Brand. Ich habe Zeichnungen gefunden, in denen es um den Umbau zum Probenhaus geht, aber keine Fotos.“

Gebäude unter Denkmalschutz

Beim Heizhaus sieht es nicht besser aus. Auch bei diesem charmanten Gebäude aus roten Backsteinen scheint sich niemand die Mühe gemacht zu haben, es zu fotografieren. „Das Heizhaus war durch unterirdische Gänge mit dem Schloss verbunden. Viele Leute müssen dort gearbeitet haben. Vielleicht findet ja doch noch jemand ein Foto.“ Er freue sich über jeden Schnipsel, „so alt, wie es geht“. Weil beide Gebäude unter Denkmalschutz stehen, seien die Ansprüche bei der Sanierung besonders hoch und die Nähe zum Original besonders wichtig.

Auf dem ehemaligen Schlossareal wird sich in der Zukunft viel verändern. Zunächst soll der Marstall saniert werden, damit er als Theater-Probenhaus dienen kann. Dann sind das Probenhaus und das Heizhaus dran. Im Probenhaus sollen Büros des Straßenbauamtes Neustrelitz untergebracht werden, im Heizhaus die Theater-Werkstatt.

Baustart ungewiss

Wann die Arbeiten beginnen, kann bislang niemand genau sagen. „Das hängt davon ab, wann und wie die Theaterreform greift. Die Weichen sind ja jetzt zum Glück endlich gestellt“, sagt Joachim Brenncke.

Wer alte Fotos findet, wird gebeten, Kopien davon zu schicken an: Joachim Brenncke/Architekt BDA, Platz der Freiheit 7, 19053 Schwerin oder per E-Mail an office@brenncke-architektur.de. Für Rückfragen ist Joachim Brenncke zu erreichen unter der Telefonnummer 0385 731420.