VANDALISMUS

Am Blumenholzer Badestrand hat das Idyll jetzt Schrammen

Grafitti gesprüht, Blumentöpfe zerschlagen ... am Kalksee ist es gar nicht mehr so schön. Denn dort wurde randaliert.
Martina Schwenk Martina Schwenk
Beschmierungen wie an der Feuerstelle wurden überall hinterlassen. Die Bank steht für gewöhnlich an einem anderen Platz.
Beschmierungen wie an der Feuerstelle wurden überall hinterlassen. Die Bank steht für gewöhnlich an einem anderen Platz. Martina Schwenk
Blumenholz.

Kein schönes Bild, das sich den Blumenholzern Anfang der Woche bot. Unbekannte haben nämlich in der Nacht zum Montag die Badestelle am Wötielsee bei Blumenholz mächtig in Unordnung gebracht. Zeugen gibt es keine, denn das auch als Kalksee bekannte Gewässer liegt abgeschieden, zu weit weg vom bewohnten Gebiet. Klaus-Dieter Schluppner von den Blumenholzer Eisbären kann bei dem Anblick nur den Kopf schütteln. Vom erst kürzlich aufgestellten Dixi-Klo über Schilder bis hin zu Holztischen und Feuerstelle wurde alles mit Graffiti beschmiert. „Das Hinweisschild für den Fahrradparkplatz wurde erst am Sonnabend aufgestellt. Ein anderes Schild haben sie versucht auszubuddeln.“

Eisbären pflegen den Strand

Eine Holzbank wurde verstellt. Blumentöpfe, die Aschenbecher beschweren sollen, wurden zerschlagen. „Ein paar Scherben liegen hier noch“, sagt Schluppner und deutet auf die Feuerstelle.

Seit 20 Jahren kümmern sich die Eisbären um die Badestelle. Mit der Gestaltung haben sie kurz nach ihrer Gründung begonnen. Noch immer pflegen sie den Strand regelmäßig und gestalten ihn weiter. Der Abstellplatz für Fahrräder ist ganz neu, einen Parkplatz für Autos gibt es auch. „Der Kalksee ist sogar ein Geheimtipp geworden. Am Wochenende ist der Parkplatz voll besetzt“, sagt Schluppner. Viele Neubrandenburger würden ebenfalls den Weg zum Kalksee finden. „Die kommen her wegen der Ruhe. Viele sagen: Ihr habt das hier aber schön. Und andere machen es dann zunichte.“

Es ist nicht das erste Mal, dass die Badestelle verwüstet wird. Vor zwei Jahren klaute jemand die dort aufgestellten Mülltonnen, schnitt mit schwerem Gerät die metallenen Manschetten auf, mit denen sie befestigt waren. „Wir haben die Tonnen jetzt einbetoniert“, sagt Schluppner. Wer die Übeltäter waren, wurde nie geklärt.

Keine Hoffnung, dass der Fall aufgeklärt wird

Auch im neuesten Fall macht sich Schluppner, der rund 40 Jahre Polizist war, keine großen Hoffnungen. „Es hat niemand etwas beobachtet, nur der Zeitraum kann eingegrenzt werden.“ Ein Ehepaar aus Blumenholz, ebenfalls bei den Eisbären, geht morgens und abends im Kalksee baden. Demnach mussten die Vandalen zwischen 22 Uhr am 30. Juni und 6 Uhr morgens am 1. Juli am See gewesen sein. Im Ort, so Schluppner, vermutet man hinter der Tat Jugendliche aus der Umgebung. Aber das ist eben nur eine Vermutung.

Von einer Anzeige wurde abgesehen. Denn die würde nur im Sande verlaufen, sagt der ehemalige Polizist. Eines würde Schluppner aber gern tun: So sie sich zu erkennen geben, würde er den Dialog mit den Verursachern suchen. „Solange es sachlich bleibt“, betont er. Denn: „Eigentlich ist das hier ein Ort zum Wohlfühlen.“

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