Straße nach Woldegk

:

Am Radweg wird noch bis Ende August gebaut

Daniel Ortlieb von der Warener Fima Fersemota hatte am Mittwoch auf der Straße zwischen Woldegk und Göhren noch mit dem Setzen der Leitplanken zu tun. Am Freitag sollen die Arbeiten beendet sein, hieß es vor Ort.  
Daniel Ortlieb von der Warener Fima Fersemota hatte am Mittwoch auf der Straße zwischen Woldegk und Göhren noch mit dem Setzen der Leitplanken zu tun. Am Freitag sollen die Arbeiten beendet sein, hieß es vor Ort.
Marlies Steffen

Die L 341 war fast ein Jahr lang gesperrt. Jetzt rollt der Verkehr. Einschränkungen gibt es aber noch.

Daniel Ortlieb schiebt das Maßband auf dem Asphalt minimal nach rechts. Dann liegt es gerade. Ein letzter prüfender Blick gilt dem gelben Kunststoffteil mit den Zentimeterabmessungen. Jetzt bringt der Mitarbeiter der Warener Firma Fersemota die Ramme in Position. Ein lautes Klacken wiederholt sich einige Male. Schon sitzt der Pfosten für die nächste Leitplanke exakt 1,20 Meter tief in der Erde. Ortlieb und sein Kollege Pavel Carmazan greifen sich eine Planke und hängen sie ein. So schnell geht das also. Ist ja fast wie bei Lego.

Aber ein paar Schrauben braucht es schon noch, damit alles passt und nicht wackelt, verdeutlicht Daniel Ortlieb. Am Freitag soll der Einbau der Leitplanken auf der Straße zwischen Woldegk und Göhren beendet sein. Dann werden die Begrenzungen auf der runderneuerten Trasse aus Richtung Woldegk durchgängig gesetzt sein, auf der anderen Straßenseite sind sie auf weiten Teilen installiert.

Fahrbahn-Markierung erfolgt noch

Der Verkehr auf der L 341 rollt nach monatelanger Vollsperrung zwischen Woldegk und Göhren seit ein paar Tagen wieder. Wer die Straße nutzt, muss sich aber immer noch auf Einschränkungen gefasst machen. In der kommenden Woche wird die Fahrbahnmarkierung aufgetragen.

Die Straße ist rund vier Wochen später fertig geworden als geplant. Vor allem durch den feuchten Winter und die damit zusammenhängende Durchnässung der Böden hatte es Verzögerungen gegeben, verdeutlicht Gerd Böcker vom Straßenbauamt Neustrelitz. An andere Unwägbarkeiten erinnern zahlreiche Findlinge, die im Zuge der Bauarbeiten aus dem Boden geholt werden mussten. Allein vier Din-A-4-Seiten würden im Bauprotokoll große und kleine Steinfunde füllen, so Böcker. Voraussichtlich bis Ende August werden zwischen Woldegk und Göhren noch Bauarbeiter unterwegs sein. Für den benachbarten Radweg ist zwar die Trasse geschoben und eine Kiesschicht in der Erde. Aber die Asphaltdecke fehlt noch. Zudem fehlt auch noch die Bepflanzung der Straßenränder, Böschungen und Inseln zwischen der L 341 und dem Radweg.

Kritik an Trassenführung

Die neue Trassenführung ist indessen nicht unumstritten. Vor allem die Tatsache, dass zahlreiche Bäume weichen mussten, sorgt auch in der Mühlenstadt immer noch für Kritik. Die alte Straße, auf der jetzt größtenteils der Radweg entlangführen wird, hätte den Ausbaukriterien einer modernen Straße allerdings nicht mehr genügt. Die Straßenbreite von sechs Metern wäre dort nicht möglich gewesen, erklärt Gerd Böcker.

Am Ende ist der sanierte Straßenabschnitt sogar noch etwas größer ausgefallen als geplant. Denn anschließend an die eigentliche Baustelle ist innerorts in Woldegk auf 650 Meter Länge die Asphaltdecke erneuert worden. Eine Spezialfirma aus Zossen im Brandenburgischen hat bis zum Mittwoch alle 16 Schachtabdeckungen angepasst. Zudem sind auch die Entwässerungsanlagen aufgemöbelt worden.

Am Freitag gibt es auf Initiative der Stadt Woldegk anlässlich der Fertigstellung der Straße eine kleine Feier mit Imbiss und Getränken auf Höhe des Zollhauses. Wer dabei sein möchte, ist um 11 Uhr willkommen, so Bürgermeister Ernst-Jürgen Lode (SPD).