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Infektion

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Amt warnt vor tollwütigen Fledermäusen

In der Seenplatte ist eine Fledermaus entdeckt worden. Das Tier hatte sich mit Fledermaustollwut infiziert (Symbolbild).
In der Seenplatte ist eine Fledermaus entdeckt worden. Das Tier hatte sich mit Fledermaustollwut infiziert (Symbolbild).
© cheri131 - Fotolia

In der Seenplatte wurde ein infiziertes Tier gefunden. Wie hoch ist die Gefahr, dass erkrankte Fledermäuse den Menschen anstecken?

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte rät ausdrücklich davon ab, Fledermäuse mit bloßen Händen anzufassen. In der Nähe von Neubrandenburg wurde eine tollwütige Fledermaus gefunden, teilt das Veterinäramt des Landkreises mit.

„Im Unterschied zur Fuchstollwut – Deutschland gilt als tollwutfrei – kommt die Fledermaustollwut in Deutschland flächendeckend vor“, erklärt Landkreis-Sprecherin Haidrun Pergande. „Im ungünstigen Fall kann Fledermaustollwut durch Biss- oder Kratzverletzungen auch auf Menschen übertragen werden.

Das Risiko für den Menschen, an Tollwut zu erkranken, ist aber vernachlässigbar. Alle bei uns vorkommenden Fledermäuse sind reine Insektenfresser und greifen weder Menschen noch Tiere an.“

Infiziertes Tier konnte nicht fliegen

Personen, die beruflich oder in der Freizeit mit Fledermäusen umgehen, sollten jedoch Vorsichtsmaßnahmen beachten. Ihnen empfiehlt der Landkreis, sich vorbeugend impfen zu lassen und Fledermäuse nur mit Lederhandschuhen anzufassen.

Das infizierte Tier bei Neubrandenburg war durch Störung des Nervensystems und Flugunfähigkeit aufgefallen. Im Labor stellte sich heraus, dass es an Tollwut erkrankt war. „Wenn Fledermäuse sich untypisch verhalten, am Boden liegen oder am helllichten Tag aufkreuzen, so ist Vorsicht geboten“, warnt Haidrun Pergande.

Fledermäuse stehen unter strengem Artenschutz

„Sollte es erforderlich sein, eine Fledermaus zu bergen, sollte man sie nicht mit bloßen Händen, sondern nur mit festen Handschuhen anfassen. Besser ist es, das Tier mit einem Kehrblech oder einer Schaufel in einen festen Behälter zu legen, um jegliche Bissgefahr auszuschließen.“ Nicht jede geschwächte oder krank erscheinende Fledermaus sei jedoch an Tollwut erkrankt.

Ob eine Fledermaus mit den Tollwutviren infiziert ist, könne nur im Labor nachgewiesen werden. Der Landkreis weist ausdrücklich darauf hin, dass alle hier vorkommenden Fledermausarten unter strengem Artenschutz stehen und grundsätzlich weder vertrieben noch getötet werden dürfen.