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Abschiebung

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Angela Merkel kann ukrainischer Familie nicht helfen

Torsten Weber zeigt die Unterschriften, die er gesammelt hat (Archivbild).
Torsten Weber zeigt die Unterschriften, die er gesammelt hat (Archivbild).
Susanne Böhm

Ein Neustrelitzer Gastronom will die Abschiebung seiner ukrainischen Mitarbeiterin und deren Familie verhindern. Ein Brief mit Unterschriften an Angela Merkel brachte keinen Erfolg. Am Freitag gibt es einen Runden Tisch - unter anderem mit dem Bürgermeister.

Torsten Weber gibt nicht auf. Im Kampf um eine Bleibe-Erlaubnis für seine ukrainische Mitarbeiterin Hanna Lavrichenko und ihre Familie lädt der Gastronom am 15. Juni zu einem Runden Tisch in seine Gaststätte Sophienkeller in der Seestraße 38 in Neustrelitz ein.

Zu der Gesprächsrunde, die um 18 Uhr beginnt, hat sich der Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund angemeldet, Neustrelitzer Stadtvertreter haben sich angekündigt, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Vertreter des Flüchtlingsrates aus Schwerin und einige mehr. Weitere Interessierte sind herzlich willkommen.

Brief an Angela Merkel

Der Unternehmer versucht seit Monaten, die Abschiebung seiner Mitarbeiterin, ihres Mannes und ihrer Kinder aus Deutschland zu verhindern. Unter anderem hat er Unterschriften gesammelt und an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschickt. Von dort aber gab es jetzt einen ablehnenden Bescheid. „Angela Merkel ist dem Grundsatz der Gleichbehandlung verpflichtet. Sie darf nicht auf Zuruf in einen Einzelfall steuernd eingreifen und dann etwa gleich gelagerte Fälle ignorieren. Abgesehen davon verleiht ihr der Artikel 65 des Grundgesetzes nicht die Befugnis, in laufende Verwaltungsverfahren einzugreifen“, teilte Bundeskanzleramts-Sprecher Thomas Rücker mit.