RÄTSELHAFTE ENTDECKUNG

▶ Archäologen untersuchen seltsame Formation im Brückentinsee

Für Werbezwecke ließ Barbara Karge vom Hotel auf der Herzinsel im Brückentinsee Drohnenvideos produzieren. Dabei wurde etwas Rätselhaftes auf dem Seegrund entdeckt.
Ein Standbild aus dem Film zeigt deutlich ein ovale Struktur im Wasser links neben dem Boot.
Ein Standbild aus dem Film zeigt deutlich ein ovale Struktur im Wasser links neben dem Boot. Screenshot
Barbara Karge leitet seit mehr als 25 Jahren das Inselhotel im Brückentinsee. (Archivbild)
Barbara Karge leitet seit mehr als 25 Jahren das Inselhotel im Brückentinsee. (Archivbild) Dana Skierke
Dabelow.

Die Herzinsel und der Brückentinsee bei Dabelow waren mal wieder für eine Überraschung gut. Und die hat es in sich. Auf Drohnenvideos konnte kürzlich eine rätselhafte Struktur im See, offenbar auf dem Seegrund, erkannt werden. Eine riesige ovale Formation ist deutlich auf den Bildern zu sehen.

[Video]

„Wir sind und bleiben ein spektakulärer Ort”, sagt Barbara Karge, Pächterin vom Inselhotel, völlig euphorisch. Auf der Insel wurde schon ein Silberschatz gefunden und ein kameraüberwachter Adlerhorst ist auch immer für Tier-Sensationen gut. Aber die neuste Entdeckung sei noch mal von einem ganz anderem Kaliber. Die Luftaufnahmen hatte die Hotelchefin für Werbezwecke in Auftrag gegeben. Beim Betrachten der Filme fiel schließlich das geheimnisvolle Oval im grünen Wasser des Sees auf. Karge staunte nicht schlecht und zeigte die Aufnahmen zunächst im Bekanntenkreis herum.

Auf Experten-Aufnahmen nichts zu erkennen

Ein Angler meinte, es könnte sich um einen riesigen Wels handeln, sozusagen das Ungeheuer vom Brückentinsee. „Allerdings haut das im Größenvergleich mit dem Boot, das zu sehen ist, dann doch nicht hin”, schloss Karge diesen Erklärungsansatz doch aus. Wieder andere vermuteten ein Versteck für Nazi-Gold im Brückentinsee. Aber auch das hält sie eher für abwegig. Am ehesten komme wohl ein Tipp hin, wonach es sich um Überbleibsel aus der Slawenzeit handeln könnte. „Vielleicht stand an der Stelle mal eine Slawenburg”, sagt Karge. Jedenfalls bietet das Ganze mal wieder herrlichen Gesprächsstoff, um seiner Fantasie über die Herzinsel und ihre Geschichte freien Lauf lassen zu können.

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Genauer wissen, was sich da im See bei Dabelow versteckt, wollen jedoch Experten vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege. Am Mittwoch waren nämlich im Auftrag der Behörde Unterwasserarchäologen vor Ort. Auch sie haben zunächst Luftaufnahmen von der Stelle gemacht, hätten aber erst mal nichts darauf erkennen können, berichtet Karge. Gegen Mittag fuhren die Fachleute mit einem Boot auf den Brückentinsee hinaus.

 

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